Archiv für Juli 2011

24 Stunden… sind einfach zu viel

Als ich heute einen Artikel des Portals „Wir Hausbesitzer“ über den Sommerlichen Wärmeschutz von Gebäuden gelesen habe, musste ich unwillkürlich an die BAU 2011 zurückdenken. Nicht, weil der Artikel schlecht oder genauso langweilig gewesen wäre, im Gegenteil. Er gibt gute Tipps und erklärt die Prinzipien des Sommerlichen Wärmeschutzes sehr anschaulich. Nein, ich musste an die Ausstellungen einiger Hersteller von Dämmstoffen aus Holzfasern denken. Und an die Assoziation an eine Fernsehserie mit Jack Bauer, die im gleichen Zeitraum spielt.
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Lebensraum ist überbewertet

Wenn man die Größe eines Hauses in Zentimetern angibt, liegt in den meisten Fällen ein Irrtum vor. Der Standard sieht hierfür die Einheit Quadratmeter (oder wenn man aus dem angelsächsischen Ländern kommt „Quadratfüße“) vor. Nicht so bei einem Haus, dass der israelische Schriftsteller Etgar Keret sich jetzt im polnischen Warschau bauen lassen will. Hier ist eine Flächeninformation nebensächlich, denn das Keret-Haus soll in einer Baulücke gebaut werden, die an der schmalsten Stelle gerade einmal 72 Zentimeter (!) breit ist.
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Skyscraper Award 2010

Jährlich kürt ein internationales Expertengremium den Wolkenkratzer des Jahres, welcher eine Mindesthöhe von 100 Metern erreicht und im vorhergehenden Kalenderjahr fertig gestellt wurde. Dieser weltweit anerkannte Preis für Baukunst wird in diesem Jahr bereits zum elften Mal verliehen. Ziel des Emporis Skyscraper Award ist es, Bauwerke ins Rampenlicht zu stellen, die das Beste unserer Kultur abbilden. Für das vergangene Kalenderjahr wurde nun das Hotel „Porta Fira“ in Barcelona mit dem „Emporis Skyscraper Award 2010“ ausgezeichnet. Die Top 10 der über 300 im letzten Jahr fertig gestellten und in die Wertung eingegangenen Wolkenkratzer gibt es hier:

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Thermografie richtig eingesetzt

Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen an den Energieverbrauch von Gebäuden sind in den letzten Jahren zwei Vor-Ort Testmethoden populär geworden, die die korrekte Ausführung eines Gebäudes aus energetischer Sicht dokumentieren können: Der Blower-Door-Test und die Thermografie. Doch für beide bedarf es einiger Erfahrung, bevor sie als Instrumente zur Qualitätssicherung von Bauvorhaben auch fehlerfrei eingesetzt werden können. Und die Nachfrage nach solchen Kontrollmöglichkeiten ist groß, worunter die Qualität allerdings nicht leider darf.
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Mängelrügen bei Pfusch am Bau

Der schiefe Turm von Pisa Ich weiß nicht, ob es nur eine Folge meiner Berufswahl ist oder der Realität entspricht, aber die überwiegende Mehrheit der mir bekannte Bauvorhaben werden leider nicht so ausgeführt, wie dies ursprünglich vertraglich vereinbart wurde. Immerhin kostet Pfusch am Bau die Gemeinschaft etwa 1,4 Milliarden Euro im Jahr. Als Bauherr steht man dann erst einmal vor einem Scherbenhaufen, der nicht gerade überschaubar wirkt. Aber was dann? Was kann man als Geschädigter gegen schlechte Arbeit tun und wie geht man mit Pfusch am Bau überhaupt um? Die gute Nachricht vorweg: Ein Recht auf Nachbesserung gibt es fast immer.
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Energieeinsparungen im Altbau

Will man in einem Altbau Energie sparen, geschieht das am effektivsten durch eine lückenlos wärmegedämmte Gebäudehülle. Doch auch durch eine Erneuerung der Heizanlage, einer Optimierung der Warmwasserbereitung, dem Einbau einer Lüftungsanlage und beim Stromverbrauch für Beleuchtung und Elektrogeräte lassen sich sehr gute Einsparungen erzielen – wenn man es richtig angeht. Im Folgenden sind diese Punkte einmal näher erläutert… eventuell auch, um dem Bundesrat das Potential für die Förderung von Sanierungsmaßnahmen aufzuzeigen.
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Bundesrat stoppt Sanierungsförderung (updated)

Die Fraktionen der CDU/CSU und der FDP haben Anfang Juni einen Gesetzentwurf vorgelegt, bei dem löblicherweise Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden staatlich bzw. steuerlich gefördert werden sollen. Im Begleitschreiben zum Entwurf heißt es, dass das anspruchsvolle Ziel einer nachhaltigen Verringerung der Treibhausgasemissionen bis 2020 ohne Atomkraft nur zu erreichen sei, wenn zusätzliche Anreize zur energetischen Gebäudesanierung geschaffen werden. Unter dem Punkt „Alternativen“ steht dann dort: Keine.
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Die neue Bauproduktenverordnung (BauPVo)

Buchstaben C und EDie bisherige Bauproduktenrichtlinie (Richtlinie 89/106/EWG) wurde von der Bauproduktenverordnung (BauPVo, Verordnung EU 305/2011) abgelöst… wir haben bereits darüber berichtet. Die neue Verordnung wurde hierzu im April im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Hersteller von Bauprodukten haben nun bis zum 1. Juli 2013 Zeit, sich den neuen Aufgaben bezüglich einer CE-Kennzeichnung ihrer Produkte zu stellen. Und davon hat die Europäische Kommission sich einige einfallen lassen. Die gute Nachricht ist allerdings, dass alle Bauprodukte, die bis zum 30. Juni 2013 nach der bis dahin immer noch in vollem Umfang gültigen Bauproduktenrichtlinie zertifiziert wurden, ebenfalls frei in der EU vermarktet werden dürfen.
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Eignungstest für Ingenieure

Ober Hälfte eines Kopfes über dem Schriftzug Think Ing.Die Plattform Think Ing. bietet auf ihrer Homepage einen ganz interessanten Eignungstest für mögliche kommende Ingenieure an. Ingenieurwissenschaften – also das klassische Bauingenieurwesen, der Maschinenbau, die Elektrotechnik sowie weitere – zählen heute zu den nachgefragten Studiengängen, darüber gibt es kaum Zweifel. Zweifeln darf man hingegen, ob auch jeder Interessent an solch einem Studium dafür wirklich geeignet ist. Aus eigener Erfahrung vom unteren Ende des Hörsaales nahe den Tafeln kann ich dies ohne Zögern mit einem NEIN beantworten.
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Fogging – das ungeklärte Phänomen

Raumecke mit schwarzem Fogging-BelagFogging. Klingt schon mysteriös. Und das ist es auch nach vielen Jahren der intensiven Forschung. Im Bereich des Bauwesens wurde es vor knapp 20 Jahren bekannt, als Anfang/Mitte der 90er Jahren immer mehr Wohnung sich dunkelgrau und schwarz färbten. Aus nach wie vor ungeklärten Gründen. Es gibt Vermutungen, doch über die genaue Ursache wird immer noch gerätselt. Das hatte ab und an die Folge, dass Mieter umziehen wollten. Immerhin ist das Phänomen auch aus anderen Bereichen wie dem Automobilbau bekannt und hat sogar einen wissenschaftlichen Namen: Thermophorese.
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