Perlite

Perlite – oder auch Perlstein – sind weißlich-gelbe Körner von unregelmäßiger Form. Sie werden als naturreiner Stoff unter anderem zur Filtration in Brauereien, in der Nahrungsmittelindustrie oder der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt. Der Rohstoff entsteht durch das Abkühlen der Lava bei Kontakt mit Meerwasser. Perlite werden durch schockartiges Erhitzen kleingemahlener Perlitekörner aufgebläht. Beim Verdampfen der Eigenfeuchte vergrößert sich das Volumen der Körner um den Faktor 10 bis 20. Die aufgeblähten Körner werden abgekühlt, gesiebt und so nach Korngrößen getrennt. Eine nachträgliche Hydrophobierung durch Kunstharze oder Ummantelung der Körnung mit Bitumen ist ebenso möglich wie die Herstellung von Platten.
Perlite können als Hohlraum- oder Ausgleichsschüttung, in Flachdächern, als Kerndämmung, in leichten Trennwänden oder als Leichtzuschlag für Betone oder Putzträger eingesetzte werden. Perliteschüttungen auf waagerechten Ebenen können von handwerklich erfahrenen Heimwerkern eingebracht werden, wogegen das Einblasen sollte nur von Fachfirmen durchgeführt werden sollte. Die Sicherung der Schalung gegen Durchrieseln kleiner Korndurchmesser ist teilweise erforderlich. Perlite sind unverrottbar sowie schimmel- und ungezieferbeständig. Nicht hydrophobierte Perlitekörner sind empfindlich gegenüber Einflüssen aus Feuchtigkeit und sollten daher nur trocken eingebaut werden.
Die natürliche Radioaktivität von Perliteschüttungen, die praktisch jedes vulkanische Gestein aufweist, ist unbedenklich. Saubere Schüttungen können direkt als Dämmung oder als Zuschlagstoff für Mörtel oder Betone, zur Bodenauflockerung oder als Pflanzgranulat wiederverwertet werden.

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