5 Tipps zur Auswahl von Holzfenstern

Helle Dachfenster in AtriumHolzfenster sind in vielen Regionen Deutschland traditionell nicht sehr verbreitet. Eigentlich zu Unrecht, bringen sie doch viele Vorteile mit sich. Die Produktion von Holzfenstern erfordert beispielsweise im Vergleich mit Fenstern aus Aluminium die geringere Energiemenge. Darüber hinaus hat die Verwendung des natürlichen Materials im Fensterbau positiven Einfluss auf Wohnklima, Umwelt und Energiekosten. Die ausgezeichneten Eigenschaften hinsichtlich Wärmedämmung, Feuchtigkeitsregulierung und Schallschutz sind nur einige der Gründe, warum sich immer mehr Bauherren für Holzfenster entscheiden. Doch wie lässt sich das perfekte und langlebigste Modell finden? Dieser Ratgeber gibt 5 Tipps, um einen Kaufentscheidung zu erleichtern.

1. Das RAL Gütezeichen
Das Gütezeichen vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung hilft Verbrauchern beim Kauf diverser Produkte als Orientierung hinsichtlich der Qualität. Bevor das RAL-Gütezeichen vergeben wird, muss sich ein Betrieb einer strengen Überprüfung unterziehen. Sowohl Produkte als auch Leistungen werden kontrolliert. Unternehmen, die das Gütesiegel tragen, werden anschließend regelmäßig von unabhängiger Stelle kontrolliert, um die dauerhafte Qualitätssicherung zu garantieren. Jedes Jahr werden alle Arbeitsschritte fremdüberwacht und auch intern wird das Einhalten der Gütebestimmungen gesichert. Unternehmen, die ein Zertifikat vorweisen können, stehen also für gute Leistungen, kompetente Beratung und hohe Qualität mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis.

2. Pflegeaufwand
Grundsätzlich ist der Pflegeaufwand bei Fenstern aus Holz vergleichsweise hoch. Um das Naturmaterial vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung, Nässe und Temperaturschwankungen zu schützen, ist ein guter Witterungsschutz zwingend erforderlich. Dieser kann mit Hilfe von Holzschutzlasuren, Ölen oder Lacken aufgetragen werden. Beim Kauf von Holzfenstern ist darauf zu achten, dass der Pflegeaufwand nicht unnötig in die Höhe getrieben wird. Dies kann durch minderwertiges Holz, eine schlechte Verarbeitung oder ungünstige Konstruktionen und Formen der Fall sein. Einige Fenster werden direkt bei der Herstellung so behandelt, dass sie bis zu zehn Jahre vor Feuchtigkeit geschützt sind. Auch zusätzliche Regenschutzschienen oder Flügelabdeckprofile sind denkbar, um den Wetterschutz zu optimieren.

3. Werte prüfen
Fenster sind nicht gleich Fenster. Es gibt auch für hochwertige Holzfenster einige Werte, die eingehalten werden sollten, damit eine Anschaffung langfristig eine gute Investition ist. Stimmen zum Beispiel die Schalldämmwerte nicht, hat das negative Folgen auf die Lebensqualität, da die Fenster zu viel Lärm von außen in den Wohnraum eindringen lassen. Die folgende Tabelle fasst einige der wichtigsten Werte für den Fensterkauf zusammen:

Wert Erläuterung Empfehlung
U-Wert Gibt den Energieverlust des Fensters an.
Der Wert muss möglichst gering sein.
zwischen 0,7 und 0,8 W/(m²K),
mindestens aber unter 1,0 W/(m²K)
Rw-Wert Kennwert für den Schallschutz.
Je höher der Rw-Wert, desto besser.
27 Dezibel
Widerstandsklasse Informiert darüber, wie widerstandsfähig
ein Fenster bei Einbruch ist.
RC 1 bis RC 3 für den Privatbereich

4. Ausstellungsräume besuchen
Das Internet bietet zwar viele Möglichkeiten zur Information, doch wie beim Kauf vieler anderer Produkte ist die persönliche Beratung durch einen Fachmann unbezahlbar. Jeder gute Fachbetrieb berät potenzielle Kunden umfassend über das individuelle Sortiment und damit verbundene Vorteile. Besonders empfehlenswert ist der Besuch in Ausstellungsräumen. Dort kann man sich einen ersten Eindruck zu Holzfenstern verschaffen und die unterschiedlichen Konstruktionsformen begutachten. Oft wird erst während einer Beratung deutlich, welches Fenster für den individuellen Bedarf optimal ist und welche Eigenschaften unverzichtbar sind. Fragen zu Verglasung, Wärmeschutz, Einbruchsicherheit und Pflegeaufwand lassen sich hierbei eingehend klären. Beratungsgespräche bei unterschiedlichen Anbietern geben natürlich den besten Überblick über passende Lösungen und marktübliche Qualitätsstandards.

5. Angebote einholen

Nach persönlichen Beratungsgesprächen sollten Angebote bei den Fachbetrieben angefordert werden. Im Idealfall werden für jedes Unternehmen die gleichen Anforderungen an das Angebot gestellt. Das erleichtert den späteren Vergleich von Preisen und Leistungen. Dabei sollte nicht nur das Fenster selbst, sondern auch dessen fachgerechter Einbau im Angebot aufgeführt sein. Insbesondere bei dieser Leistung gibt es markante Preisunterschiede. Aber auch in Sachen Materialien, Arbeitsaufwand und Dichtstoffen sind deutliche Abweichungen keine Seltenheit. Ganz wichtig: Die RAL-Montage ist bei der Ausführung Pflicht. Das ift Rosenheim (Institut für Fenstertechnik) hat hierzu einen Montageleitfaden erarbeitet, den man hier online abrufen kann.

Beim Kauf von Fenstern sollte sich der Verbraucher also Zeit nehmen und die oben genannten Tipps im Auge behalten. Pflegeaufwand und Gütesiegel sind einfach wichtige Entscheidungskriterien. Nach Beratungsgesprächen und Vergleich mehrerer Angebote fällt dann die Auswahl meist leichter.

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2 Kommentare

  1. kundentests sagt:

    Hallo liebe Community!

    Was ein toller Artikel! Auch bei Fenstern sind Gütesiegel von Bedeutung!
    Diese stellen nämlich sicher, ob der Kunde sicher im WWW Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Aber nicht nur im WWW, sondern auch im „echten Leben“.

    MfG

  2. David Müller sagt:

    Wir werden jetzt unsere Fenster austauschen lassen, da sich im Winter sehr viel Feuchtigkeit an den Fenster ansammelt. Die bestehen aus Holz und die Kondensation klappt nicht so wie sie sollte. Wir haben uns an das Bauunternehmen gewendet, welches diesen Auftrag übernehmen soll. Die Hausverwaltung hat auch bereits ihr Einverständnis gegeben.

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