Bau- und Wirkungsweisen verschiedener Ofentypen

Ein Kaminofen ist eine praktische Sache. Neben einer besonders gemütlichen Wärme kann man sogar noch einen großen Teil der Heizkosten einsparen. Vor allem wenn man selbst ausreichende Mengen Holz im eigenen Garten hat oder dieses preiswert bekommen kann. Doch die Unterschiede der einzelnen Ofentypen sind groß. Das gilt sowohl für ihrer Wirkungsweise, für den Holzverbrauch und nicht zuletzt für die Anschaffungskosten. Daher sollte man sich vor dem Kauf eines Kaminofens informieren und überlegen was man benötigt. Die einfachsten Modelle aus einem Baumarkt sollte man nur kaufen, wenn man weder Zeit noch Muße hat.

Die günstigste Variante ist ein Kaminofen mit einer schlichten Stahlwand, der innen einen Brennraum aus Schamottesteinen hat. Diese einfachen Öfen gibt es inzwischen auch in anderen Farben als schwarz. Sie haben einen recht ordentlichen Wirkungsgrad, halten die Wärme aber nach dem Erlöschen des Feuers nicht besonders gut. Allerdings bekommt man solche Öfen bereits für unter 200 Euro in einem Baumarkt. Wer neben Holz auch Briketts verfeuern möchte, muss jedoch auf das Typenschild achten, da dies wegen der Hitzeentwicklung nicht bei allen einfachen Modellen erlaubt ist. Naja, immerhin können diese Öfen mit einem Feuer hinter der Glasscheibe zu geringen Kosten ein paar gemütliche Abende zaubern. Deutlich haltbarer sind Öfen aus Gusseisen, die auch Schwedenöfen genannt werden. Sie sehen sehr urig aus und halten die Wärme länger.

Am besten bewahren jedoch Kaminöfen mit einer Verkleidung aus Kacheln – oder noch besser Granitstein – die Wärme. Sie sind in der Regel auch besser verarbeitet und die Schamottesteine im Innenraum sind meist fest mit Schamottemörtel verklebt. In einfacheren Öfen sind die Schamottesteine lediglich eingesteckt und lose verlegt. Je mehr Wärme man aus einem Stück Holz herausholen möchte, desto höher sollte also die Qualität des Kaminofens sein.

Gut hierfür geeignet sind gemauerte Grundöfen. Diese werden bei Bedarf täglich nur 1,5 Stunden beheizt. Dabei speichern sie die Wärme und geben sie danach zeitverzögert durch Strahlung wieder ab. Der Aufbau des Ofen mit Schamottesteine um den Brennraum herum sowie einer massiven Ummauerung aus Schamotte-, Vollziegel- oder Lehmsteinen ermöglicht diese Wärmespeicherung. Dieses mehr an Speichermasse macht auch den großen Vorteil gegenüber Kaminöfen aus. Der Nachteil eines solchen Grundofens liegt im großen Platzbedarf, der aus der Oberfläche resultiert, die zur Abstrahlung einer ausreichenden Wärmeenergie notwendig ist. Jedoch ist der Wohlfaktor dieser Öfen nicht zu verachten.

Eine neue Variante sind die Pelletöfen, die es inzwischen ebenfalls für das Wohnzimmer als Kaminofen gibt. Sie sind aber allein schon wegen des nicht so attraktiven Flammenbildes Geschmackssache. Zudem können in einem Pelletofen in der Regel nur Pellets verheizt werden, aber leider keine Holzscheite.

Zum Schluss noch ein Wort zu wasserführenden Kaminöfen. Wie der Begriff bereits verrät, gibt es Kaminöfen, die durch ihr Feuer und ihre Wärme zusätzlich warmes Wasser erzeugen. Diese werden an den Warmwasserkreislauf der Heizung angeschlossen und helfen so Heizkosten einzusparen. Doch diese wasserführenden Öfen sind teurer in der Anschaffung und müssen von einem Heizungsinstallateur angeschlossen werden. Bei nicht fachgerechtem Anschluss können diese Öfen allerdings gefährlich werden, wobei es bei besonders günstigen Modellen zu Durchrostung in der wasserführenden Einheit kommen kann. Hier sollte man sich sehr genau überlegen, ob höhere zusätzliche Kosten nicht doch vertretbar sind.

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2 Kommentare

  1. Kristine Schwarz sagt:

    Wir sind vor ein paar Monaten in unser Haus gezogen und ich habe schon ewig von einem tollen Kamin im Wohnzimmer geträumt. Wir haben unseren bei (www.heseler-kaminstudio.com) bestellt und sind vollkommen glücklich. Er sieht super edel aus. Das ganze Wohnzimmer sieht nun nach sehr viel mehr aus und der Kamin schafft ein unglaublich tolles Ambiente. Kann ich nur Weiterempfehlen!

  2. Pelletprofi sagt:

    Ich lese in Blogs immer wieder Beiträge von Ofenfreunden, die sich über das Lichtspiel der Pellets beklagen. Persönlich kann ich das nicht verstehen, aber es scheint wohl tatsächlich Geschmackssache zu sein 🙂
    Am besten man lässt sich das Flammenspiel erstmal beim regionalen Händler vor Ort vorführen.

    Zudem können in speziellen Pelletöfen sehr wohl auch Holzscheite verbrannt werden. Da mich das Thema Kombinationsofen sehr interessiert, werde ich in absehbarer Zeit mal einen Beitrag auf meinem Blog dazu veröffentlichen. Über Feedback dazu würde ich mich sehr freuen.

    Beste Grüße

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