Ein patentes Schutzsystem

Gebäude das zum Schutz in der Erde versenkt wurdeErst habe ich überlegt, ob ich dieses Thema mit einem Bild in der Rubrik ‚Kurioses‚ veröffentlichen sollte. Aber dafür ist es eigentlich schon zu kurios und der Platz für Kommentare hätte wahrscheinlich auch nicht ausgereicht. Darum gibt es zu diesem sehr patent(iert)en Haus einen speziellen Beitrag, mit unglaublichen Bildern aus der zugehörigen Patentschrift. Es geht kurz gesagt darum, ein Haus bestmöglich vor übermäßigen äußeren Einflüssen zu schützen. Aber die Art und Weise…

Es geht hier um das in Europa angemeldete und erteilte Patent mit der Nummer EP 0817892 B1 des italienischen Erfinders Giorgio Vaia, der in der Nähe von Bozen lebt(e). Angemeldet wurde das Patent schon im Jahre 1995 mit dem Titel ‚Schutzsystem für Gebäude‘. Und seitdem liegt es wahrscheinlich in den Archiven des Europäischen Patentamts, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass jemals jemand auf diese ‚Erfindung‘ zurückgreifen will – geschweige denn, diese kränken will.

Wie man auf dem oben dargestellten Bild deutlich sehen kann, handelt es sich bei der Erfindung um ein

system for protecting a building whereby the building is based on a flat structure supported by hydraulic jacks set on the ground or on the bottom of a sunk garage sufficiently large to receive the building itself, there being devices for proper connections for electricity, telephones, water and drains at the various levels at which the building can be set, and also for shutting off the building, even for making the garage watertight once the building has been lowered inside it.

Oder kurz: um ein Gebäude, dass über hydraulische Stempel in einem Bodenloch versenkt werden kann.

Gebäude das zum Schutz in der Erde versenkt wurde

Der eigentliche Patentanspruch ist dann in folgendem Satz verklausuliert (Achtung: Originaltext, wahrscheinlich mit einem Vorgänger von Google Translate übersetzt!):

System zum Schutz eines Gebäudes gegen natürliche Unglücke, Räube, wandalische Taten, mit minimalem Umwelteinschlag, mittels seines Baues, über eine ebene Struktur, durchgehend, steif, von vertikalen, hydraulischen, teleskopischen Hebeböcken getragen, die auf dem Boden eines eingegrabenen Boxes eingestellt worden sind, das ausreichend geräumig ist, um das gesamte Gebäude unterzubringen, verbunden mit einer Antriebszentrale, zum vertikalen Versetzen jeweils entweder auf dem Niveau des Grundes oder ganz innenseitig des Boxes, mit Einrichtungen zur Verbindung der Innenabzweigungen der Innen-Versorgungsbetriebe des Gebäudes mit den Aussen-Abzweigungen der Kabel und der Aussen-Rohrleitungen, jeweils für die Speisung des Elektrostromes für die telephonischen Übertragungen und die Übertragungen anderer Art, zur Wasserversorgung und für den Abwasser-Auslass vorgesehen, wobei die normalen öffentlichen Versorgungsbetriebe im Gebäude in jeder ihrer jeweiligen Positionen aufrecht erhalten bleiben, indem eine Einrichtung besorgt wird, für den oberen Verschluss des Boxes selbst nach der Senkung des Gebäudes in seinen Innenraum; dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zur regelmässigen Verbindung zwischen den Innen-Abzweigungen der Innen-Versorgungsbetriebe des Gebäudes und die Aussen-Abzweigungen der Kabel und der Aussen-Rohrleitungen, jeweils zur Elektrostromspeisung für die telephonischen Übertragungen und für Übertragungen anderer Art, aus biegsamen Kabeln bestehen, die innenseitig der Gräben, in U-Form gebogen sind und ein Ende aufweisen, das an eine Abzweigung der Innenanlagen des Gebäudes befestigt ist, kommunizierend mit der Aussenseite, während das andere Ende an eine Abzweigung der Linien, die auf dem Grunde, in der Nähe des Boxes eingestellt sind, befestigt ist, wobei die regelmässige Bewegung von der U-förmigen Schlinge vom Zuge einer Scheibe, die auf den Boden der „U“ selbst wirkt und von einer Zugfeder oder von einem, auf die Gabel, die frei die Scheibe trägt, wirkenden Gegengewicht, bestimmt wird.

Gebäude das zum Schutz in der Erde versenkt wurde Gebäude das zum Schutz in der Erde versenkt wurde

Schon irgendwie merkwürdig. Warum zieht man nicht gleich wieder zurück in Höhlen oder Erdlöcher? Ach, ja… weil einem da die Aussicht durch’s bodentiefe Panoramafenster in friedlichen Zeiten fehlen würde.

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