Grundsätze des Dachbaus

Dachdecker beim Decken des Daches und Abdichten des SchornsteinsDas Dach ist durch Sonne, Regen und Wind in ganz besonderer Weise der Witterung ausgesetzt und muss dennoch zuverlässig und über lange Zeit wichtige Aufgaben erfüllen: Das Dach muss das Außenklima in sämtlichen Variationen vom Innenraum fernhalten und dazu beitragen das Innenklima aufrecht zu erhalten. Neben der Integration von Auflagen durch das zuständige Bauamt in die individuelle Planung des Daches geht es beim Dachbau daher auch darum, dass die folgenden Punkte durch den Dachdecker beachtet werden.

  • Die Form der Dachkonstruktion ist in vielen Städten vorgeschrieben. Ob Satteldach, Walmdach, Pultdach oder Flachdach, das zuständige Bauamt erteilt hierfür eine Baugenehmigung.
  • Auch bei der Farbe der Dacheindeckung sind der Kreativität des Bauherren Grenzen gesetzt. Das Luftbild einer Gemeinde hat besonders in ländlichen Regionen einen Einfluss auf den Dachbau.
  • Beim Dachbau kann zwischen Dachsteinen, Dachziegeln oder auch Schiefereindeckungen gewählt werden. Während Dachsteine aus Zement, Sand und Wasser bestehen, werden die klassischen Dachziegel aus Ton hergestellt. Bei der Dacheindeckungen sollte auf jeden Fall auf Qualität geachtet werden; das macht sich langfristig bezahlt.
  • An Traufe und Ortgang ist durch konstruktive Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass der Raum zwischen Dacheindeckung und Sparren sowie der Bereich zwischen den Sparren vor Vögeln, Kleintieren usw. geschützt ist.
  • Eine Mindesthöhe von Schornsteinen über der Dachebene ist einzuhalten.
  • Beim Dachbau hat der Dachdecker besonders auf die Abdichtungen an Schornstein und Dachfenster zu achten. Hier kann häufig Niederschlagswasser eindringen. Entsprechende Abdichtungen sind hier zu verwenden.
  • Eindeckungen sollten regelmäßig durch spezielle Beschichtungen vor Pilz- oder Moosbefall schützen. Auch der Regenabfluss wird hierdurch verbessert.
  • Regenrinnen sind Bestandteil der Dacheindeckung und dienen der Entwässerung. Sie sollten regelmäßig gereinigt werden. Herabfallendes Laub ist zu entfernen, um Wasserstau zu vermeiden. Auch eine regelmäßige Sichtprüfung auf undichte Stellen sollte vorgenommen werden, da unkontrolliert austretendes Wasser die Fassade beschädigen kann.
  • Das Anbringen eines Schneefangs kann durch das Bauamt beim Dachbau zur Auflage gemacht werden. Dieser soll Passanten vor Dachlawinen schützen. Hierbei können Holz- oder Metallkonstruktionen verwendet werden.
  • Photovoltaikanlagen sichern Dachdeckern immer mehr Aufträge. Die Montage und Installation sollte dabei einem Fachmann überlassen werden, da die Anlage so auf dem Dach befestigt werden muss, dass selbst bei ungünstigen Witterungsbedingungen niemand gefährdet wird.
  • Soll die Optik des Hauses durch Photovoltaikelemente nicht beeinträchtigt werden, können beim Dachbau Solardachziegel verwendet werden. Diese sind bezogen auf die Nutzleistung jedoch nicht so effektiv wie eine herkömmliche Anlage.
  • Dachdecker beim Abdecken von alten DachzieglenViele Dachböden werden nachträglich zum Wohnraum ausgebaut. Hierfür muss eine entsprechende Dämmung vorgenommen werden. Die Dicke der Dämmschicht sollte je nach Dämmstoff mindestens 20 bis 30 cm betragen. Je nach Möglichkeit kann auf eine Über-, Zwischen- oder Untersparrendämmung zurückgegriffen werden.
  • Bei bewohnten Dachräumen ist die Luftdichtheit im Anschlussbereich von Außenwänden zur Dachkonstruktion sorgfältig zu planen und auszuführen. Gleiches gilt für den Anschluss von Durchdringungen wie Dachfenstern, Schornsteinen oder Gauben an die Dachkonstruktion.
Der Dachbau als solcher kann im Übrigen auch erhebliche Probleme mit sich bringen 🙂




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