Wenn es wieder kalt wird im Land…

… dann haben Heizungen, Heizungshersteller und Monteure Hochkonjunktur. Spätestens wenn der erste Frost kommt, wird die Heizung richtig aufgedreht und ein Teil der frierenden Mitbürger stellt dann fest, dass es in der guten Stube doch nicht mehr richtig warm wird. Das kann zwei Gründe haben: 1. die Heizung ist altersschwach oder 2. die Heizung ist schlecht eingestellt. Ist Letzteres der Fall, kann man günstig Abhilfe schaffen. Liegt der Grund jedoch im Alter einer Heizung, macht es sich fast immer bezahlt, wenn man sich nach einer neuen Heizanlage umsieht.

Der Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks hat eine Statistik zur Heizungsmodernisierung in Deutschland veröffentlicht. Hiernach

  • sind 548800 Ölfeuerungsanlagen und 208500 Gaskessel mindestens 29 Jahre alt
  • sind weniger als 2 der 17 Millionen Heizungsanlagen auf zeitgemäßem Stand
  • beträgt das Durchschnittsalter der installierten Heizungsanlagen 24 Jahre
  • ließen sich durch den Austausch gegen effiziente Technologien jährlich mehr als 30% Energie sparen
  • entspricht dies knapp 10% des gesamten Primärenergieverbrauchs in Deutschland
  • könnten die CO2-Emissionen um rund 30 Millionen Tonnen reduziert werden
Darüber hinaus wurde vom Verband der Schornsteinfeger auch ein Ratgeber rund um’s Energiesparen herausgegeben. Hier finden sich wertvolle Hinweise zur Wahl des Energieträgers, zum Thema Versorgungssicherheit sowie ein kostenloser Energiesparcheck.

Auch die Heizungshersteller oder – präziser ausgedrückt – Hersteller von Pumpen und Regelungen für Heizungsanlagen, Danfoss und Grundfos, haben sich zusammen getan und zeigen, dass Deutschland den Dreh raus hat. Sie versprechen, dass man mit ihrer Datenscheibe im Handumdrehen alle wesentlichen Größen und Werte zum hydraulischen Abgleich und zur Pumpenauslegung festlegen kann. Der Haustechnik-Hersteller Honeywell stellte kürzlich einen Datenschieber vor, mit dem man speziell im Gebäudebestand auf einfache Art die Heizlast von Räumen zu ermitteln kann. Aber um ganz ehrlich zu sein, ist mit „man“ hier eher der Fachmann gemeint als der Ottonormalheizer.


Datendrehscheibe zur Einstellung von Heizananlagen

Trotzdem, es gibt gute Gründe für und gute Hilfe bei der Optimierung oder beim Austausch einer Heizungsanlage. Und in den allermeisten Fällen lässt sich am Ende auch noch bares Geld sparen. Das sollte doch Anreiz genug sein, die Statistiken der Schornsteinfeger ein wenig aufzupolieren, oder?


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