Wasserführende Kaminöfen

Wasserführender Kaminofen der Firma ST-ADDas kommt schon nahe an eine eierlegende Wollmilchsau heran: Ein Ofen, der sowohl die gemütliche Strahlungswärme eines Kaminfeuers abgibt, gleichzeitig aber auch Heizungwasser erwärmt, mit billigem Brennstoff heizt und obendrein die Umwelt vergleichsweise wenig belastet. Das ist kein Wunschdenken, diese Kombination von Vorteilen kann schon seit längerer Zeit erfüllt werden – mit einem wasserführenden Kaminofen, der sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Diese werden unter anderem von namhaften Anbietern wie Wodtke, Buderus und Olsberg produziert.

Aber noch einmal langsam von Anfang. Welche Vorteile hat ein wasserführender Kaminofen denn nun im Einzelnen? Der augenscheinliche Vorteil dieser Heizmethode liegt auf der Hand. Das Haus wird gleichzeitig auf zwei unterschiedliche Arten beheizt und es können somit effektiv Heizkosten gespart werden. Wie bei herkömmlichen Kaminöfen wird die Raumluft hier durch angenehme Strahlungswärme aufgeheizt, zusätzlich wird aber auch ein Teil der produzierten Energie an einen wasserführenden Kreislauf abgegeben, der an den primären Heizungskreislauf des Hauses angeschlossen ist. Unabhängig von Gas oder Öl kann so ein Großteil der benötigten Heizenergie durch den CO2-neutralen Brennstoff Holz aufgebracht werden. Ein weiterer Vorteil dieser Technik liegt natürlich in der Möglichkeit der Nutzung von Kaminwärme in mehreren Räumen eines Hauses.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann seine Heizung auch vollständig als reine Holzheizung mit einem wasserführenden Kaminofen betreiben. Hier sollte dann allerdings ein Pelletkessel mit automatischer Brennstoffzufuhr gewählt werden, keine Stückholzheizung. Wasserführende Kaminöfen sind mit einer Gesamtleistung von etwa 3 kW bis ca. 30 kW auf dem Markt erhältlich. Diese Leistung verteilt sich dann zu unterschiedlichen Teilen auf die Erwärmung von Luft und Wasser. Es sollte aber möglich sein, für die meisten Einsatzzwecke eine Lösung zu finden. Durch zusätzliche Nutzung von ein wenig Solarenergie kann so in den allermeisten Fällen der gesamte Energiebedarf eines modernen oder modernisierten Hauses gedeckt werden. Aber auch ein Parallelbetrieb von wasserführenden Kaminöfen und herkömmlichen Gas- oder Ölheizungen ist möglich.

Dabei sind wasserführende Kaminöfen grundsätzlich in zwei Arten zu unterteilen. Zum einen gibt es die Kaminöfen, die als wasserführend konzipiert wurden. Diese Art von Kaminofen bestehen meist aus doppelwandigem Stahl und kann höhere Heizleistungen erzielen als Kaminöfen, bei denen nachträglich die Wasserführung aufgesetzt wurde. Allerdings sind sie auch bedeutend schwerer als Nachgerüstete und konstruktionsbedingt eher im oberen Preissegment anzusiedeln. Kaminöfen mit aufgesetztem Wasserteil haben jedoch den Vorteil, dass sie kompakter und im Feuerungsraum häufig nur mit Schamottsteinen geschützt sind. Wegen ihrer Kompaktheit setzen sich diese Öfen auf dem Markt auch mehr durch als die Doppelwandigen. Beide werden aber von der BAFA finanziell gefördert, solange sie mit Holzpellets heizen und automatisch beschickt werden.

Für einen wasserführenden Kaminofen bedarf es neben einem Kaminanschluss natürlich auch eines Zugangs zum Heizkreislauf der Heizungsanlage sowie einer Abflussmöglichkeit. Der Anschluss des wasserführenden Kaminofens sollte dabei möglichst am Anfang des Wasserzulaufs einbinden, da sonst Strömungsprobleme auftreten können. Dies kann unter Umständen mit aufwändigen Umbaumaßnahmen am Leitungssystem mit sich führen. Man sollte vor dem Kauf eines wasserführenden Kaminofens also unbedingt mit einem Fachbetrieb über die Standortwahl sprechen und auch den Bezirksschornsteinfeger über den Einbau informieren. Darüber hinaus ist bei der Wahl des Aufstellortes eines wasserführenden Kaminofens wegen dessen hohen Gewichtes die Statik des Hauses zu berücksichtigen.

Wer noch mehr wissen möchte, dem sei zum Einstieg der Ratgeber der Firma Oranier Heiztechnik über das Thema an’s Herz gelegt. Sind aber erst einmal alle Fragen geklärt, kann man sich ruhigen Gewissens vor seinen Kamin setzen, eine Flasche Rotwein öffnen und daran denken, wie viel Geld man spart und wie viel Umwelt man schont.


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Ein Kommentar

  1. […] Im Wohnbereich können wasserführende Pelletöfen einen Teil der erzeugten Wärme in das Zentralheizungssystem übergeben […]

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