Wissen spart Energie

Stellen Sie sich vor, dass Sie einen 6er im Lotto gelandet haben, aber nichts davon wissen, weil Sie Ihren Lottoschein nicht mit den gezogenen Zahlen abgleichen. Dabei wäre es doch eine Schande, Tausende von Euro nicht zu bekommen, nur weil man sich nicht darum kümmert, oder? Ähnlich verhält es sich beim Sparen von Energie im Haus. Auch hier sind in vielen Fällen die technischen Möglichkeiten zum Sparen von vielen Euro schon vorhanden, aber man weiß nichts davon, weil man keinen Experten um Rat gefragt hat.

Die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft hat jetzt damit begonnen, Energiesparberater zu ihren Kunden zu schicken, um diesen Tipps und Hinweise zu energiesparendem Kochen, Waschen und Heizen zu geben sowie Energiefresser zu identifizieren. Das geschieht im Rahmen eines Forschungsvorhabens zusammen mit der Universität Mannheim sowie des Leibniz-Instituts GESIS. Es soll untersucht werden, wie man den Energieverbrauch durch Aufklärung bezüglich energiesparender Maßnahmen im Haushalt reduzieren kann. Ein Vertreter von GESIS begründet den Ansatz damit, dass vielfach bereits genügend Handlungsmöglichkeiten vorhanden sind, die Betroffenen diese aber nicht kennen.

Grundlegend gehen die Forschungspartner davon aus, dass man den Energieverbrauch einer Haushaltes durch Energiesparberatung senken kann. Das klingt soweit vernünftig und nachvollziehbar. Doch wurde das Einsparpotential, das sich aufgrund einer Beratung erschließen lässt, bisher noch nicht ausreichend untersucht. Und genau hier sieht man ein Argument, um in Zukunft mehr Menschen von der Einfachheit des Energiesparens überzeugen zu können. Der ausschlaggebende Punkt ist dabei sicherlich nicht die Einsparung von Energie in Kilowattstunden, sondern die bare Münze, die sich am Ende des Monats noch in der Geldbörse befindet.

Zwei Jahre nach den jetzt durchzuführenden Befragungen soll dann eine weitere Interviewrunde gestartet werden. Es wird erwartet, dass in möglichst vielen Bereichen von Heizung über Strom bis hin zum Wasser Einsparen zu verzeichnen sind. Doch aller Anfang ist bekanntlich schwer. Erste Ergebnisse werden daher auch nicht sofort erkennbar sein, sondern erst Mitte nächsten Jahres. Erst mit der Zeit und mit ein wenig Konsequenz werden sich lieb gewonnene, aber energiefressende Angewohnheiten ändern lassen.

Wertvolle Tipps und Hinweise zu energieeffizientem Leben in den eigenen 4 Wänden haben wir in diesem Blog ja auch schon in der Serie Energiesparen für Jedermann gegeben. Etliche dieser Tipps sind kostenlos umsetzbar, und bieten bereits von Tag 1 an einen messbaren Effekt – wenn man also bereit ist, sein Verhalten bei Heizen, Lüften oder Geschirr spülen zu ändern.

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