Die 10 häufigsten Schäden am Bau

Putzschaden an einer Mauerwerkswand als BaumangelAuch wenn dieses hier eine Top-Ten-Liste ist, gilt es beim Thema Schäden am Bau ausnahmsweise nicht, sich gegenseitig zu übertreffen. Im Gegenteil, wer will schon ein Eigenheim mit Baumängeln besitzen, in dem es zieht oder sich Schimmel breit macht. Zu welchen Fehlern es bei der Planung und der Ausführung von Gebäuden am häufigsten kommt, hat der Verein zur Qualitätscontrolle am Bau (VQC) untersucht. Hier das Ergebnis:

Platz 10: Undichte Lüftungsanlagen
Bei Lüftungsanlagen ist laut VQC die Verklebung von Stoßstellen mit ungeeigneten Materialien und der undichte Einbau von Wanddurchführungen ein häufiger Mangel. So entstehen Luftströme an der falschen Stelle und feuchte Luft gelangt an Bauteile, wo sie dann Schaden anrichtet.

Platz 9: Risse im Estrich
Risse im Estrich können als Sollbruchstellen für unvermeidbare Bewegungen am Bauwerk gewollt und notwendig sein, müssen aber an der richtigen Stelle sitzen. Verarbeitungsfehler und falsche Materialzusammensetzung oder nicht ausreichend dehnfähige Anschlüsse zu den angrenzenden Bauteilen führen allerdings zu ungewollten Rissen im Estrich. Diese können die Gebrauchstauglichkeit des Bodenaufbaus erheblich einschränken.

Platz 8: Entwässerung von Kelleraußentreppen
Dieses Thema wird zu oft sträflich vernachlässig. Schon in der Planung muss darüber nachgedacht werden, wie das Wasser, das sich unweigerlich im Bereich der Kelleraußentreppe sammelt, kontrolliert abgeführt wird. Dies ist wichtig, damit es im Bereich des Kellers und Fundaments nicht zu Feuchte- oder auch Frostschäden kommt.

Platz 7: Risse in Holzbauteilen
Wird Holz im Vergleich zu seiner späteren Umgebungsfeuchte zu nass eingebaut, trocknet es mit der Zeit aus und schwindet. Durch diese Verkleinerung des Querschnittes entstehen Risse im Holz, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch die Stabilität eines Bauteils erheblich einschränken können.

Platz 6: Undichter Keller
Die Ursachen für undichte Keller lassen sich sowohl in der Planung wie auch in der Ausführung auf der Baustelle finden. Undichtigkeiten im Kellerbereich verursachen sehr hohe Mängelbeseitigungskosten, wobei hohe fünfstellige Beträge für eine Sanierung keine Seltenheit sind.

Platz 5: Nicht entlüfteter Spitzboden
Nach der Errichtung eines Hauses sammelt sich im Spitzboden viel Feuchtigkeit durch warme und feuchte Luft an, die aus darunter liegenden Geschossen kommt. Wird diese nicht durch eine ausreichende Lüftung beseitigt, führt das in der Folge zu Tauwasserschäden im Dachboden und zu Schimmelbefall.

Platz 4: Bodeneinschubtreppe falsch eingebaut
An Bodeneinschubtreppen werden heute viel höhere Anforderungen bezüglich eines guten Wärmeschutzes und einer wirksamen Luftdichtheit gestellt. Eine falsch eingebaute Bodeneinschubtreppe ist im Prinzip ein großes Loch in der Dampfbremse, durch die Feuchtigkeit mit der durchströmenden Luft in benachbarte Bauteile gelangt. Die Folgen sind Feuchtigkeitseintrag und Schimmelbefall bis hin zu Konstruktionsschäden.

Platz 3: Undichtigkeiten in der Dampfsperre
Die Dampfsperre schützt dahinter liegende Bauteile vor dem Einfluss von Luftfeuchtigkeit. Löcher in der Dampfsperre haben in vielen Fällen gravierende Konsequenzen: Wenn warme und feuchte Raumluft durch ein solches Loch in die Bauteile eindringt und dabei abkühlt, dann kondensiert der enthaltene Wasserdampf und kann großen Schaden anrichten.

Platz 2: Durchfeuchtung von Fensterleibungen
Fenster und Außenputz oder Fassadenbekleidungen bilden die Wind- und Regenschutzhülle des Hauses. Werden hier die Anschlussdetails nicht sauber ausgeführt, können Wind und Regen ungehindert eindringen und treten an den Innenflächen in Form nasser Flecken wieder hervor. Hier wurde vom VQC ein Standard entwickelt, der mittlerweile auch von der RAL Gütegemeinschaft Fenster und Türen e.V. als Referenz übernommen wurde.

Platz 1: Risse in Putz und/oder Mauerwerk
Materialtechnische Eigenschaften moderner Baustoffe wie Festigkeit und Wärmedämmverhalten sind heute so ausgereizt, dass sie kaum noch Fehler in der Verarbeitung oder Kombination mit anderen Materialien zulassen. Das führt nahezu unweigerlich zu Baumängeln wie z.B. zu Rissen in Putz und Mauerwerk.

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