Heizöltanks

Wird das jetzt ein Artikel, der sich selber schon überholt hat, bevor ich ihn geschrieben habe? Ich hoffe nicht. Allerdings befindet sich Heizöl als Energieträger in Deutschland zur Beheizung von Wohngebäuden deutlich im Abwärtstrend, jedenfalls wenn es um Neubauten geht. Im Gebäudebestand gibt es jedoch noch etliche Millionen Wohneinheiten, die mit Heizöl erwärmt werden. Und diese brauchen Vorratstanks, um das zu verbrennende Heizöl sicher für Mensch und Umwelt lagern zu können. Und die Sicherheit von Heizöltanks gegenüber Austritt des gelagerten Brennstoffes ist bei allen Produkten das oberste Gebot.

Ein Heizöltank kann prinzipiell an zwei Orten aufgebaut werden: im Erdreich oder im Keller. Hierfür gibt es verschiedene technische Anforderungen, wie auch für die Aufstellung innerhalb oder außerhalb von Wasserschutzgebieten. Die Aufstellung von Heizöltanks im Keller wird meist angewendet, wenn der Erdtank ausgedient hat, ein Austausch des Tanks aus finanziellen Gründen ausscheidet und der Energieträger nicht gewechselt werden soll. Und natürlich, solange ein Kellerraum mit ausreichend Platz zur Verfügung steht. Wenn nicht, können diese Tanks natürlich auch in Außenräumen wie Garagen oder Schuppen aufgestellt werden.

Einige Heizöltanks bestehen aus Stahl, andere wiederum aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polyethylen (PE) oder Polyamid (PA). Die meisten heute für den Hausgebrauch eingesetzten Tanks bestehen jedoch aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Dieser bietet für die Anwendung in Innenräumen einige Vorteile. Zum einen ist das Material leicht und formstabil, kann in handlichen Einzelteilen durch das Haus bewegt und am Bestimmungsort zusammengesetzt werden. Somit können auch Tanks mit einem Fassungsvermögen von mehreren Tausend Litern in einen Keller gelangen. Alternativ kann man aber auch mehrere kleinere Tanks aneinander koppeln und darin seinen Heizöljahresvorrat aufbewahren. Zum anderen ist GFK undurchlässig für Heizöldämpfe. Üble Tankstellengerüche bleiben also im Tank. Darüber hinaus ist das Material semi-transparent, was das Ablesen der Füllmenge deutlich erleichtert.

Will man – oder besser – muss man ganz sicher gehen, können Heizöltanks auch als doppelwandige Tanks ausgeführt werden. Ältere, einwandige Tanks sind allerdings auch nicht mehr als zeitgemäß anzusehen, da sie einen baulichen Sekundärschutz wie eine Auffangwanne oder wenigstens eine flüssigkeitsundurchlässige Abdichtung unter sich benötigen. Bis zu einem Fassungsvermögen von 5000 Litern dürfen sie aber alle auch in dem Raum aufgestellt werden, in dem sich die Feuerstätte befindet. Größere Tanks dürfen nur in speziellen Heizöllagerräumen aufgestellt werden.

Allen Heizöltanks ist auch gleich, dass sie und jedwedes Zubehör entsprechend der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdeten Stoffen (VAwS) vor der Inbetriebnahme und danach im Abstand von zweieinhalb Jahren in Wasserschutzgebieten bzw. 5 Jahren bei allen anderen Aufstellorten von unabhängigen Experten auf ihren Zustand überprüft werden müssen. Das gilt auch für den privaten Heizöltankbesitzer. Sicher ist eben sicher.

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