Schimmelleitfaden vom Umweltbundesamt

Umschlag des Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes UBASchimmel in Gebäuden ist ein Thema, über das man immer wieder etwas schreiben kann. Er tritt einfach zu häufig auf, immer noch. Ob die Gründe in fehlerhafter Bauweise, mangelnder Ausführung oder in falschem Nutzerverhalten zu suchen sind, alles ist möglich. Jede dritte bis vierte Wohnung in Deutschland ist oder war schon einmal von Feuchteschäden betroffen, die zu Schimmelpilzbefall führen können. Darum hat nun das Umweltbundesamt (UBA) seinen Schimmelleitfaden überarbeitet und akualisiert. In vollem Wortlaut heißt er „Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden“ (hier geht es zum Download).

Der von Experten erarbeitete Leitfaden richtet sich auf 151 Seiten (plus Anlagen) in erster Linie als Wissensgrundlage und Anwendungshilfe an die Fachleute, die sich mit den Problemen der Erkennung und Beseitigung von Schimmel auskennen. Aber auch betroffene Laien finden wertvolle und gut verständliche Tipps und Hinweise zum Umgang mit Schimmel in ihrer Wohnung.

Schimmel ist häufig mit bloßem Auge erkennbar. Schwarze, grüne oder bräunlich verfärbte Flecken zieren dann Wände und Möbel. Hiergegen können auch Laien in der Regel etwas tun, solange nur kleinere Flächen betroffen sind und die Ursache behoben werden kann. Leider wächst Schimmel auch im Verborgenen, zum Beispiel in Hohlräumen von Fußböden und Leichtbauwänden oder hinter ausgebauten Dachgeschossebenen. Dieser Schimmelbefall ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen, er deutet sich allenfalls durch einen muffigen Geruch an. Spätestens dann sollte der Fachmann zu Rate gezogen werden.

Der aktualisierte Schimmelleitfaden beschreibt zunächst Schimmelpilze in ihrer Allgemeinheit und die Voraussetzung für das Wachstum von Schimmelpilzen in Gebäuden. Danach geht er auf die Wirkung auf den Menschen ein (Allergien, Infektionen), bevor Ursachen für das Auftreten in Gebäuden aufgezeigt werden. Wer sein Gebäude in Gefahr sieht, von Schimmel befallen werden zu können, sollte sich den Abschnitt über vorbeugende Maßnahmen gegen Schimmelbefall durchlesen. Weiterhin wird die Erkennung und Bewertung von Schimmel behandelt sowie Maßnahmen, die im Schadensfall zur Beseitigung führen können. Darüber hinaus werden in Anlagen abschließend noch Hinweise zu Normen gegeben, Techniken zur Identifizierung von Schimmelpilzen beschrieben und Handlungsempfehlung zur Beurteilung von Feuchte- und Schimmelschäden in Fußböden übersichtlich zusammengefasst.

In meinen Augen ist das ein guter Leitfaden. Umfassend und sogar (oder vielleicht ‚deshalb‘) verständlich.

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