Tag Archiv für Vakuumdämmung

Kieselsäure als Dämmstoff

Platten vom Hochleistungsdämmstoff Calostat Marke EvonikWenn man über sogenannte Hochleistungsdämmstoffe redet, kommt die Sprache immer wieder auf Vakuumdämmung. Hier stützt ein hochporöser Kern aus pyrogener Kieselsäure eine diesen Kern umschließende Membran, wobei das Volumen in der Membran evakuiert ist. So lassen sich Wärmeleitfähigkeiten von 6-8 mW/(mK) erzielen – also weit unter denen herkömmlicher Dämmstoffe. Doch auch ohne Vakuum dämmt alleine das Kernmaterial noch mit etwa 20 mW/(mK) richtig gut. Warum soll man also den beschwerlichen und fehleranfälligen Umweg eines evakuierten Bauteiles gehen, wenn man es einfacher haben kann? Das hat sich wohl auch einer der großen Produzenten von pyrogener Kieselsäure, die Evonik Industries AG, gefragt und den Dämmstoff Calostat entwickelt.
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Nachhaltige Baustoffe und ihre Ökobilanz

Und wieder einmal zu dem Thema, das in den letzten Jahren so viel diskutiert wird: Nachhaltigkeit. Viel verwendet, viel umworben, viel gelobt und selten wirklich angewendet. Das wäre wohl der Status dieses Modeswortes in Kurzform. Auch und besonders das Bauwesen arbeitet aktuell viel mit Nachhaltigkeit. Hier geht es unter anderem um Baustoffe, deren Auswahl immer häufiger durch eine gute Ökobilanz bestimmt wird. Die Materialwahl für Neubau und Modernisierung wird dann beispielsweise von einer langen Nutzungsdauer, niedrigem Energieverbrauch, einer einfachen Rezyklierbarkeit oder geringem Schadstoffinhalt abhängig gemacht. Heere Vorgaben, doch was ist wirklich dran an Baustoffen mit einer guten Ökobilanz?
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Neue Innendämmung aus Kalziumsilikat

Wärmedämmstoff aus Kalziumsilikat mit Kern aus PolyurethanKalziumsilikat wird als kapillaraktiver, d.h. feuchtespeichernder und feuchteleitender, Dämmstoff vorwiegend als Innendämmung bei der Sanierung von Gebäuden eingesetzt. Beim Einsatz von Innendämmung besteht ja bekanntlich die Herausforderung in der Einhaltung bauphysikalischer Grundregeln bezüglich der Vermeidung von Wärmebrücken in Bauteilanschlüssen und von Tauwasser im Bauteil selber. Kalziumsilikat bietet sich hier als Wärmedämmstoff an, diese Herausforderungen zu meistern. Doch hat Kalziumsilikat auch seine Nachteile.
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Wärmedämmung im Keller

Unterseitige Dämmung einer Kellerdecke mit SteinwolleWenn es darum geht, sein Haus zu gegen Wärmeverluste zu dämmen, denken die meisten Bauherren zuerst an Dächer, Außenwände und Fenster. Eine Wärmedämmung des Kellers wird nur selten in’s Auge gefasst. Dabei lassen sich hier auch gute Ersparnisse erzielen. Direkten Einfluss auf die Wahl der Wärmedämmung und die Art des Einsatzes hat dabei eigentlich nur die Tatsache, ob der Keller beheizt (z.B. als Wohnraum) oder unbeheizt (z.B. als Lagerraum) ist.
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Vakuumdämmung in der Praxis

Aufgeschnittenes Vakuumisolationspaneel (VIP)Wenn die wärmedämmtechnischen Anforderungen an Gebäude steigen gibt es nur zwei Möglichkeiten: die Wärmedämmung wird dicker oder die Wärmedämmung wird besser. Ersteres liegt nicht unbedingt im Sinne von Bauherren oder Architekten. Häufig hört man die Worte: Wir wollen doch keine neuen Burgmauern errichten. Also bleibt nur der zweite Weg, bei dem die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes reduziert wird. Wie bei der Vakuumdämmung, die seit ein paar Jahren im Bauwesen immer populärer wird. Ein Hemmschuh für die Anwendung war bisher jedoch die fehlende Langzeiterfahrung in der Praxis. Doch hierzu gibt es jetzt neue Untersuchungsergebnisse vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE).
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Dünn, dünner, Vakuumdämmung (updated)

Vakuumdämmpaneel Vacupad 007 der Firma IsoverLange musste das Bauwesen darauf warten, aber jetzt scheint es endlich so weit zu sein, dass Vakuumdämmung zum Durchbruch auf dem Dämmstoffmarkt verholfen wird. Nach einigen Versuchen bekannterer Baustofflieferanten, die aus technischen Gründen nicht zum Erfolg geführt haben, hat sich mit der Firma Isover nun ein etablierter Dämmstoffhersteller dieses vielversprechenden Produktes angenommen und wird es unter dem Namen VacuPad 007 vertreiben. Die Zahl hinter dem Namen steht im Übrigen für die Wärmeleitfähigkeit des Produktes: 0,007 W/(mK)!
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Trends bei Wärmedämmverbundsystemen

Wärmedämmverbundsysteme werden hierzulande am häufigsten eingesetzt, um Außenwände von Häusern effektiv gegen Wärmeverluste zu dämmen. Das Prinzip dieser Dämmsysteme – kurz auch nur WDVS genannt und irreführenderweise unter dem Namen Thermohaut bekannt – ist sowohl bei Neubauten als auch bei Altbauten denkbar einfach. Im Neubau wird Dämmung in Plattenform auf der Außenseite der unverputzten Außenwand befestigt. Diese Dämmung wird dann mit einem Außenputz überzogen, in den ein Kunststoffgewebe als Armierung eingelegt ist und der am Ende gestrichen wird. Bei Altbauten kann die Wärmedämmung auch plattenweise auf dem vorhandenen Außenputz befestigt werden, so dieser denn ausreichend tragfähig ist. Ist die Dämmung angebracht, verfährt man mit Außenputz und Anstrich wie bei Neubauten. Das war’s schon, jetzt verliert das Haus nur noch einen Bruchteil der bereit gestellten Heizenergie durch die Wände und schont so Umwelt und Geldbeutel.
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Aerogel als Retter in der Not

Dämmstoffe sind ein unabdingbarer Teil der Energiekonzepte zeitgemäßer Gebäude. Ohne Dämmstoffe könnte man die aktuell vom Gesetzgeber geforderten Energiebedarfsgrenzen entweder gar nicht oder nur mit größten baulichen und finanziellen Klimmzügen erreichen. Doch die Bedarfsgrenzen und damit auch der Energieverbrauch werden in den kommenden Jahren noch weiter reduziert. Es wird da nicht mehr lange dauern, bis traditionelle Dämmstoffe an ihre Grenzen stoßen. Mineralwolle, Styropor, Polyurethan, Zellulose & Co. werden aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr mithalten können: Wärmeleitfähigkeiten sind nicht mehr konkurrenzfähig, Brandklassen oder Zusatzstoffe schränken die Anwendung ein, konstruktionstechnische Mankos verbieten den Einsatz am Bau… doch dann kamen die Aerogele.
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