Was Rauchmelder leisten

Rauchmelder an einer WohnungsdeckeIn Großbritannien sind er seit 1992 gesetzlich vorgeschrieben, in den USA gibt es derartige Gesetze schon seit den 70er Jahren. Jetzt wird er auch bei uns zur Pflicht: der Rauchmelder im privaten Wohnraum. Dabei ist die Bedeutung von Rauchmeldern kaum zu unterschätzen. Wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, sterben 9 von 10 Opfern eines Feuers an den Folgen des Rauchs und nicht an den Flammen. Sie ersticken oft während sie schlafen. Eine frühe Warnung vor einem Feuer ist also lebenswichtig. Im Falles des Falles ist ein Rauchmelder also lebenswichtig.

Besonders wenn der Brand nachts entsteht, wird er also oft zu spät erkannt und die ‚Brandopfer‘ ersticken im Schlaf. Das liegt leider daran, dass die Nase im Schlaf inaktiv ist. Hierdurch wacht man durch den Brandgeruch nicht auf. Ein Rauchmelder löst dieses Problem, indem er in diesen Fällen lautstark auf sich aufmerksam macht und die Menschen in Hörweite aufweckt. Dies rettet Leben und kann, durch das schnellere Handeln und Herbeirufen der Feuerwehr, den Sachschaden zumindest minimieren.

Leider ist das Baurecht Ländersache und so sind die Regelungen in Bezug auf den Einsatz von Rauchmeldern in den einzelnen Bundesländern auch landespezifisch definiert. In Berlin, Brandenburg und Sachsen steht die Rauchmelderpflicht noch nicht zur Debatte, aber in allen anderen Bundesländern besteht die Einbaupflicht – wenigstens theoretisch. Da sich derartige Pflichten nicht von einem Tag zum nächsten erfüllen lassen, wurden zum Teil mehrjährige Nachrüstungsfristen gewährt. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein ist diese Frist bereits abgelaufen. Hier gilt die Pflicht bereits für Kinderzimmer, Flure und Schlafzimmer. Nun wird das Thema wieder aktuell, denn in den nächsten Jahren läuft die Frist in sieben weiteren Bundesländern ab.

Wer also noch keinen Rauchmelder im Einsatz hat, sollte also spätestens jetzt über eine Anschaffung nachdenken. Auch in einem der drei regellosen Bundesländern ist ein Rauchmelder eine sinnvolle Anschaffung. Durch den Rückgang offener Ofen- und Kaminheizungen nahm die Anzahl der Brandtoten in der westlichen Welt zwar ab, was aber nicht bedeutet, dass heute keine Brände mehr entstehen können. Besonders zu Weihnachten kommt immer wieder zu Unglücken, die oft durch den unsachgemäßen und unachtsamen Umgang mit Kerzen ausgelöst sind. Doch auch andere Gefahrenquellen wie Gas, Zigaretten und durchbrennende Kabel gehören noch lange nicht der Vergangenheit an.

Moderne Rauchmelder arbeiten meist auf optischer oder photoelektrischer Basis. Durch die Rauchpartikel in der Luft wird in der optischen Kammer Licht reflektiert, was ohne Rauch nicht möglich ist. Das dabei entstehende Streulicht fällt auf einen ansonsten unerreichbaren Sensor, der den Alarm auslöst. Diese Art Rauchmelder eignet sich besonders gut zur Erkennung von Schwelbränden.

Als Alternative gibt es Ionisationsrauchmelder. Hier werden mittels radioaktiver Strahler zwischen zwei Metallplatten Ionen erzeugt, sodass zwischen ihnen Strom fließen kann. Schon kleinste Rauchpartikel beeinträchtigen diesen Stromfluss, sodass der Alarm ausgelöst wird. In Deutschland sind diese wegen der strengen Auflagen aber nur selten in Gebrauch, obwohl ein Austreten des radioaktiven Stoffes so gut wie unmöglich ist.

Gute Rauchwarnmelder kosten in der Regel weniger als 40 Euro und sind dadurch selbst für kleinere Geldbeutel erschwinglich. Besonders hochwertige Modelle verfügen über eine Lithiumzelle, die in der gesamten Dienstzeit des Gerätes (bis 10 Jahre) den Strom liefern kann. Dies erspart das lästige Auswechseln der Batterien. Damit der Wechsel nicht vergessen wird, sollte ein Brandmelder mit einem auffälligen Piepton darauf aufmerksam machen, wenn die Batterie sich dem Ende neigt.

Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Rauchmelders ist ohnehin der Signalton, der auf keinen Fall zu leise sein darf. Er muss schrill genug sein, um den tiefsten Schlaf stören zu können. Und der im Flur angebrachte Warnmelder muss so laut sein, dass sein Warnton auch den Sofaschläfer im Wohnzimmer bei laufenden Fernseher wecken kann.

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Ein Kommentar

  1. Mark Weibel sagt:

    Rauchmelder sind eben etwas was im Haushalt nicht fehlen darf…Man muss sie haben…

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