Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Anschluss ans Warmwasser

In Zeiten steigender Energiekosten, ökonomischer Nachhaltigkeit und alternativer Energien rückt die Wirtschaftlichkeit von Haushaltsgeräten zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Immer häufiger möchte auch der aufgeklärte Verbraucher seinen Beitrag zur Energieeinsparung leisten. Und er kann sich mittlerweile bei seiner Auswahl energiesparender Haushaltsgeräte auf Energielabel wie A+, A++ oder A+++ verlassen. Diese Bewertungen sind teilweise ein zentrales Kaufkriterium für Waschmaschinen oder Geschirrspüler geworden. Gute Bewertungen erhalten dabei solche Geräte, die direkt an eine Warmwasserleitung angeschlossen werden können.

Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler und Waschmaschinen, die über einen integrierten Warmwasseranschluss verfügen, müssen so ihren Bedarf an Warmwasser nicht selber decken, sondern können auf zentral erhitztes Wasser aus der Heizungsanlage zurückgreifen. Weil bei herkömmlichen Maschinen das Wasser erst in der Maschine aufgeheizt wird – was einen hohen Energieverbrauch zur Folge hat – kann man hier Energie mit solchen Geräten sparen.

Leider bieten bisher nur einige Modelle diese Technologie an, und diese arbeiten dann auch nur unter bestimmten Bedingungen richtig effizient. Wer aber eine effiziente Waschmaschine sucht, kann bei der Stiftung Warentest fündig werden, die im Januar 2012 einen großen Test veröffentlicht hat. Für eine hohe Effizienz muss man diese Geräte mit einer modernen Gebäudetechnik koppeln, bei denen das warme Wasser zum Beispiel über Solarkollektoren oder mit einer Wärmepumpe erzeugt wird.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, einen Warmwasseranschluss recht wirkungsvoll bei Warmwassererzeugung mittels Fernwärme, einer modernen Öl- oder Gasheizung oder mit einem Gas-Durchlauferhitzer zu betreiben. Besitzt man allerdings noch eine Warmwasserbereitung, die mit Strom arbeitet, macht eine solche Anschaffung keinen Sinn, da in diesem Fall die Kaltwassereinspeisung nach wie vor die günstigere ist.

Alternativ dazu kann man Energieeinsparungen bei Waschmaschinen und Geschirrspülern erzielen, wenn man Vorschaltgeräte verwendet, mit denen die Geräte ohne einen separaten Warmwasseranschluss die Temperatur regulieren können. Sie dienen zur Steuerung, damit bei einem Waschprogramm mit niedriger Temperaturwahl das Wasser nicht zu heiß wird und für den Spülgang kein unnötiges Warmwasser verbraucht wird. Das Gleiche gilt für den Geschirrspüler. Das Vorschaltgerät ist hierbei sowohl an die Kaltwasserleitung als auch an die Warmwasserleitung anzuschließen.

Solche Installationen sollten jedoch immer von einem Fachmann vorgenommen werden. Er installiert das Vorschaltgerät am Zulaufschlauch, wo es das Warm- und Kaltwasser mischt, bis das Wasser die richtige Temperatur hat. Für die Spülgänge wird weiterhin kaltes Wasser verwendet. Zu beachten ist, dass Komponenten der Maschine wie zum Beispiel das Magnetventil, das Schaltprogramm oder der Zulaufschlauch für den Warmwasseranschluss geeignet sein müssen. Die meisten Geschirrspüler können sofort an die Warmwasserleitung angeschlossen werden.

Doch wie viel kann man mit solch einem Warmwasseranschluss eigentlich sparen? Hierbei kommt es darauf an, welche Warmwassererzeugung in dem einzelnen Haushalt vorhanden ist. Wird das Wasser über eine Solarwärmeanlage erwärmt, dann beträgt die mögliche Einsparung bis zu fünfzig Prozent. Bei einer Erwärmung des Wassers über eine Öl- oder Gasheizung kann sich die Einsparung immerhin noch auf über zwanzig Prozent belaufen. Soll der Warmwasseranschluss finanziell interessant sein, so müssen auf jeden Fall kurze und gut gedämmte Leitungen zum Warmwasserspeicher oder zum Heizkessel vorhanden sein. Dies ist wichtig, damit wenig Wärme auf dem Weg zur Waschmaschine verloren geht.

Die Mehrkosten für Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Warmwasseranschluss amortisieren sich insbesondere für Familien mit einem großen Haushalt schnell. Haushalte, die noch nicht über eine moderne Warmwassererzeugung verfügen, sollten über eine Umrüstung nachdenken. Die eben dargelegten Möglichkeiten Einsparungen zwischen 20 und 50% erwirtschaften zu können, sollten auch aufgrund ökologischer Gesichtspunkte besonders durchdacht werden.

Wird eine Modernisierung oder gar der Bau einer neuen Immobilie beabsichtigt, sollte schon zu Beginn auf die Möglichkeiten einer geeigneten Verbindung der Waschmaschine und des Geschirrspülers mit der Warmwasserbereitung der Heizung geachtet werden. Bei einer Modernisierung der Heizungsanlage ist es daher empfehlenswert, zusätzliche Anschlüsse für Warmwasser sowohl für die Waschmaschine als auch für den Geschirrspüler zu legen. Mögen die Kosten zuerst hoch erscheinen, ist zu bedenken, dass jeder einzelne Spülvorgang und jeder Waschvorgang wesentlich zur Amortisierung der Umbaukosten beiträgt.

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4 Kommentare

  1. Uwe sagt:

    Der Tipp, zum Beispiel die Waschmaschine an die Warmwasserleitung anzuschließen, ist wirklich gut. Bei Haushalten mit Solarheizung in Verbindung mit einer Waschmaschine mit EEK A+++ kann man enorme Einsparungen bei den Stromkosten erzielen. Angesichts der hohen Strompreise und der trotzdem noch zu erwartenden Strompreiserhöhungen kann eine Umrüstung wirklich in vielen Fällen sinnvoll sein, insbesondere auch weil geeignete Waschmaschinen im Preis gefallen sind.

  2. Stefan sagt:

    Ja, dem Kunden und Verbraucher kommen in diesem Fall viele Dinge gelegen.

  3. W.Teiles sagt:

    Interessanter Beitrag. Ich hatte so was früher nicht gehört. Vielen Dank.

  4. Solarheizer sagt:

    Ganz schön schlau, wenn man die Solarheizung daran anschliesst. Früher ging‘s ja eigentlich immer nur um das Duschwasser etc, dabei brauchen Waschmaschinen ja auch Warmwasser. Super!

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