Archiv für Mai 2011

Weiße Dächer, grüne Dächer

In den Sommermonaten kommt ja immer wieder gerne die Diskussion auf, wie man denn effektiv die Überhitzung innerstädtischer Bereiche begrenzen kann. Durch Wärmeproduktion und Wärmeabsorption in Städten werden an sonnenreichen Tagen regelmäßig Temperaturen erzielt, die 5°C und mehr über den Lufttemperaturen in Vororten und Grüngürteln liegen können. Die Folge davon ist ein höherer Energieverbrauch für die künstliche Kühlung von Innenräumen, nicht zu erwähnen die Todesopfer einer Hitzewelle. Aber kann man eine Temperatursenkung nicht relativ einfach durch konstruktive Maßnahmen erreichen? Begrünte Dächer und reflektierende Oberflächen sollen in solchen Fällen doch helfen können. Oder etwa nicht?
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Brandrauch – die unterschätzte Gefahr

Feuerwehrleute beim Betrachten eines brennenden Raumes mit RauchStellen Sie sich doch bitte einmal vor, dass Sie in einem brennenden Haus eingeschlossen sind. Kein schöner Gedanke, zugegeben. Doch woran machen Sie eine mögliche Lebensgefahr fest, die von einem Brand ausgeht? Von einem Entgegenschlagen von Flammen? Von der Hitzeentwicklung beim Brand? Von herabstürzenden Bauteilen? Dann haben Sie Angst vor Dingen, die Sie im Fall der Fälle aller Voraussicht nach nicht (mehr) erleben werden. Denn die meisten Menschen sterben bei Bränden durch die Folgen des Einatmens von Brandrauch. Untersuchungen zufolge sterben weniger als 20% der Brandopfer durch Verbrennungen.
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Leitungsführung bei Lüftungsanlagen

Rohrleitung für eine Lüftungsanlage unter einer abgehängten Decke montiertModernisiert man einen Altbau energetisch, wird dieser meist in Wand und/oder Dach gedämmt und mit neuen Fenstern versehen. Doch hier beginnen auch schon die Probleme, nein, Herausforderungen. Durch die Modernisierungsmaßnahmen wird das Gebäude dichter und der Taupunkt verlagert sich in Teile der Gebäudehülle, in denen er besser nicht sein sollte. Es kommt, wie er kommen muss und durch unzureichendes Lüften beginnen Schimmelpilze zu wachsen. Um die Luftqualität und die Energieeinsparungen in solchen Fällen zu verbessern oder generell Enttäuschungen vorzubeugen, kann man bei Modernisierungen also mit Vorteil eine Lüftungsanlage einplanen. Doch wo bringt man die Leitungen in einem Altbau am Besten unter?
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Sanierung von Schornsteinen

Alter rauchender Schornstein auf HausdachEndlich! Die Entscheidung ist getroffen und der alte Heizkessel kommt raus. Höchste Zeit, denn nach knapp 27 Jahren öligen Dienstes zählte er längst nicht mehr zu den sparsamen und umweltfreundlichen seiner Zunft. Doch halt – mit einer Erneuerung der Heizanlage alleine ist es nicht notwendiger schon getan! Da gibt es noch andere Bauteile, die von der Wahl der neuen Heizanlage entscheidend beeinflusst werden oder diese beeinflussen. So können zum Beispiel die Art der Heizkörper oder die Wärmedämmung des Gebäudes die Heiztemperatur beeinflussen oder der Schornstein muss für den neuen Heizungstyp umgerüstet werden.
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Erdwärmetauscher

Rohrverlegung für einen Luft-ErdwärmetauscherKostenlos ist immer gut! Auch bei Heizenergie. Wenn man sich von den lokalen Stadtwerken unabhängig macht und Umweltwärme einsetzt, bekommt man im Endeffekt mehr für sein Geld. Sonne durch Solarzellen und Solarkollektoren, Luft durch Wärmepumpen, Erdwärme durch Erdwärmetauscher. In den meisten Fällen amortisieren sich Anschaffungskosten und ein ziemlich geringer Stromverbrauch zum Betrieb der Anlagen schnell wieder. Insbesondere für diejenigen unter uns, denen die Sonne zu unregelmäßig scheint und Luftwärmepumpen zu ineffektiv sind, bieten Erdwärmetauscher ein interessante Alternative.
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EnEV-Frage: Bauliche Änderung oder Umnutzung?

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden verschiedene Verfahren angeboten, auf Grundlage welcher der Energieverbrauch von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden berechnet werden kann. Die zugelassene Anwendung dieser Verfahren hängt unter anderem davon ab, ob ein Neubau oder eine Änderung im Bestand vorliegt. Für letzteren Fall wurde zur Klärung der Unterschiede zwischen einer reinen Nutzungsänderung und einer baulichen Änderung im Teil 14 der Auslegungsfragen zur EnEV folgender Leitsatz veröffentlicht:

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Wände mit Hochlochziegeln selber mauern

Schaffe, schaffe, Häusle baue! Dieses Motto kann jetzt nicht nur im Ländle angewendet werden. Denn dank eines wirklich gut gemachten Verarbeitungsvideos des Ziegelherstellers Wienerberger kann nun fast jeder halbwegs begabte Heimwerker seine Außenwand aus gedämmten PorotonHochlochziegeln mauern… wenn er das richtige Werkzeug dafür hat (die „Jumbo 900“ (Seite 87) meine ich auch schon beim Filetieren von Walfleisch im Einsatz gesehen zu haben). Hier also das Video von Wienerberger, das von Baulinks auch bei YouTube hinterlegt wurde.

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Arbeitnehmersparzulage

Wenn es um eine Baufinanzierung oder generell um die Förderung eines Bauvorhabens geht, denken viele Bauherren regelmäßig direkt daran, wie viel Geld sie von ihrer Bank leihen können und was sie das nach 30 Jahren gekostet hat. Bei Modernisierungen, die eine energetische Verbesserung mit sich bringen, kommen eventuell noch die Förderprogramme der KfW mit in’s Spiel. Und natürlich ist auch der gute alte Bausparvertrag immer noch beliebt, der ein paar Euros extra bringt. Aber das war doch noch nicht alles… gab es da nicht auch noch die Arbeitnehmersparzulage, mit der man einen Bausparvertrag ein wenig aufpeppen kann? Doch ist diese Art des Sparens überhaupt noch attraktiv?
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Vorhangfassaden

Vorhangfassaden (engl.: curtain walls) sind heute gar nicht mehr so unüblich. Insbesondere in vielgeschossigen Bürogebäuden sind sie in den letzten Jahr(zehnt)en in Mode gekommen, wenn der Architekt trotz seines Drangs zum transparenten Bauen mit viel Glas einen gewissen Energiespareffekt erzielen möchte. Nicht zu verwechseln sind Vorhangfassaden allerdings mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden, die eigentlich nur dem Schutz der dahinter liegenden Fassadenschichten dienen.
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Vereinfachte Bilanzierung nach DIN V 18599

Mustergebäude zur Bilanzierung nach DIN V 18599 und deren TeilenDer Ausdruck DIN V 18599 steht in der Fachwelt mittlerweile auch als Synonym für Komplexität, Zeitaufwand und Missverständnis. Nahezu so alt wie die DIN V 18599 ist somit auch die Forderung nach Vereinfachungen der Norm mit ihren 1000 Seiten und der damit verbundenen Berechnungen. In der Regel wird der Praktiker jedoch nur mit Phrasen wie „integraler Ansatz“, „Primärenergieeinsparung“ oder „europäische Vereinheitlichung“ vertröstet. Doch das hilft in keiner Weise weiter, denn trotz aller Detailberechnungen lässt die DIN V 18599 nicht einmal Rückschlüsse zu auf die Energiekosten, die ein Gebäude verursacht. Unerfüllbar ist scheinbar auch der Wunsch, dass man konstistente Ergebnisse erhält.
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