Fachinformationen zu Innendämmung

Titelseite der Technischen Richtlinie Innendämmung mit AltbaufassadeNeu ist sie sicherlich nicht, die Innendämmung. Doch irgendwie fristete sie bisher in der Fachwelt ein kümmerliches Leben, was nicht zuletzt an den relativ vielen technischen Herausforderungen für Planer und Handwerker gelegen haben mag. Nun wurden die Anforderungen an den Energieverbrauch eines Hauses in den letzten Jahren immer wieder angehoben, so dass man in einer zunehmenden Anzahl der Fälle um die Dämmung von Außenwänden auf deren Innenseite nicht umhinkommt. Dies hat auch der Fachverband WDVS erkannt und will die Innendämmung mit all ihren Vor- und Nachteilen durch gezielte fachliche Information populärer machen.

Eine Innendämmung kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll werden. So darf beispielsweise eine historische Fassade unter Umständen nicht von außen gedämmt werden, es fehlt der Dachüberstand, die Grenzbebauung liegt zu nah oder ein Gebäude wird nur zeitweilig genutzt. Aber was tun, wenn es gute Gründe für den Einsatz einer Innendämmung gibt, nur leider kaum verlässliche technische Informationen hierzu?

Immerhin haben Dämmstoffhersteller in den letzten Jahren ein paar sehr interessante Innendämmsysteme auf den Markt gebracht (Calsitherm, Remmers, Sto, Isover, Rockwool etc.). Was bisher zu kurz kommt, ist die fachliche Information für den Planer, wie die Dämmung zu verwenden ist, und was der Handwerker beim Einsatz beachten muss.

Der Fachverband WDVS, sonst für die Außendämmung von Wänden mit Wärmedämmverbundsystemen zuständig, hilft nun also auch bei der Innendämmung. Es wurde zunächst eine kostenlose Imagebroschüre herausgegeben, die für eine qualitativ hochwertige Dämmung auf der Innenseite von Außenwänden argumentiert und sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile dieser Systeme aufzeigt. Des weiteren werden technische Grundsätze erläutert sowie Einsatzbereiche definiert und Planungs­empfehlungen ausgesprochen. Mit illustrierten Texten werden hier auch die einzelnen Verarbeitungsschritte und Systemkomponenten anschaulich beschrieben.

Darüber hinaus wurde u.a. in Zusammenarbeit mit Fachleuten vom Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) und der TU Dresden eine Technische Richtlinie (Kosten: 10 Euro) für Fachleute erarbeitet, die insbesondere Empfehlungen zur Bauphysik – d.h. Wärmeschutz, Feuchteschutz und Brandschutz – und der rechtlichen Ausgangssituation beim Einsatz von Innendämmsystemen gibt. Auch hier wird noch einmal auf die Punkte Verarbeitung und Komponenten eingegangen sowie auf neuralgische Themen wie Zustand und Analyse der bestehenden Außenwand (Stichwort: Schlagregensicherheit), Außen- und Innenklima und Luftdichtheit.

Zu guter Letzt wird das Informationspaket durch einen Internetauftritt unter www.innendaemmsysteme.de abgerundet, wo man viele weitere Information zum Thema wie zum Beispiel Angaben zu Herstellern, zu finanziellen Fördermöglichkeiten oder zu Material und Anwendung finden kann.

Alles in allem also eine gute Gelegenheit, sich ein wenig mehr mit dem Thema Innendämmung zu beschäftigen, um eventuell alte Vorurteile endlich ablegen zu können.

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