Wohlige Wärme im Badezimmer

Designheizung im BadezimmerWenn ich morgens nach dem Duschen die Duschtür öffne und ein Schwall kalter Luft aus dem Badezimmer auf meinen nassen Adoniskörper trifft, ist der Start in den Tag eigentlich schon gelaufen. Im Badezimmer muss es warm sein, damit ich mich wohlfühlen kann. 22 bis 24°C, wie es normgemäß für ein behagliches Raumklima vorgeschlagen wird – für ein sanftes Wachwerden gerne auch das eine oder andere Grad mehr. Eine gute Heizung im Badezimmer ist also unerlässlich. Welche Vorteile und welche Nachteile die verschiedenen Heizungssysteme haben, die normalerweise in einem Badezimmer zum Einsatz kommen, beschreibe ich im Folgenden.

Zunächst ist es interessant zu wissen, dass für ein Heizsystem in einem Badezimmer im Optimalfall andere Anforderungen gestellt werden müssen, als für solche in Aufenthaltsräumen wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Das liegt ganz einfach in der Nutzung des Badezimmers begründet. Dort hält man sich vergleichsweise kurz auf (ja, zugegeben, manche bleiben auch gerne etwas länger…) und kann eigentlich keinen Nutzen aus einer ganztägig hohen Wärmeabgabe ziehen. Zudem wird in einem Badezimmer naturgemäß viel feuchte Luft produziert, die nicht zu lange im Raum bleiben sollte, um Feuchteschäden zu vermeiden. Es muss also gut und gründlich gelüftet werden, ohne dass die Effizienz der Heizung darunter zu sehr leidet.

Für Badezimmer steht insgesamt eine umfassende Auswahl an Heizungen zur Verfügung. Wobei man unter den Begriff „Heizung“ alles vom traditionellen Heizkörper über Designpaneele und Konvektoren bis hin zu Fußbodenheizungen fassen kann. Hiermit sind dann auch schon die wesentlichen Gruppen von Wärmeübergabeeinheiten für Badezimmer genannt. Eine Wärmeübergabe, die vornehmlich auf Strahlung basiert, ist einer Konvektorheizung im Badezimmer vorzuziehen, da dies einfach als angenehmer empfunden wird.

Da ein Badezimmer in unserer Zeit oft als Wohlfühloase angesehen wird, ist das Design einer Wärmeübergabeeinheit (ich schreiben hier mit Absicht nicht einfach von „Heizkörpern“) ein wesentliches Kriterium für eine Kaufentscheidung. Design beschränkt sich dabei nicht nur auf die Form und Farbe der Heizeinheit, es schließt auch die Wahl des Materiales und die Anwendung mit ein. Bekannt sind im Bezug auf den letzten Punkt sicherlich Handtuchheizkörper, aber auch Bankheizungen können für eine optisch ansprechende Wärmeübergabe interessant sein.

Bei Fußbodenheizungen entfällt das Designkriterium, doch haben Fußbodenheizungen andere Vorzüge. Über ihre große Fläche können sie wohlige Wärme gleichbleibend bei vergleichsweise geringem Energieeinsatz bereitstellen. Hinzu kommt, dass man sich barfuß im Badezimmer aufhalten kann, ohne kalte Füße zu bekommen. Als nachteilig kann hier die hohe Wärmespeicherkapazität von Betonböden bzw. Estrich angesehen werden, in den Fußbodenheizungen häufig einbaut sind. Eine kurzfristige Regelung der Heizung ist kaum möglich, und für einen effizienten Betrieb der Heizung sollte man darauf achten, dass nicht allzu lange gelüftet wird und der Fußbodenaufbau nicht auskühlt.

Auf traditionelle Heizkörper möchte ich hier nur kurz eingehen. Hier weiß eigentlich jeder, was er von diesen erwarten kann. Bei diesen ist es nur wichtig zu wissen, dass man sie nicht als Handtuchtrockner missbrauchen sollte. Handtücher auf den Heizkörper gelegt führen zu einem Wärmestau, der vermieden werden sollte – und kann, wenn man die Handtücher über einen Bügel vor der Heizung hängt. Gleiches gilt im Übrigen auch für Handtuchheizkörper, wenn deren Heizleistung nicht nur zum Trocknen der Handtücher vorgesehen ist, sondern auch für die Beheizung des Badezimmers stehen soll.

Heizkörper – egal ob traditionell oder fancy – haben den Vorteil, dass sie gut auf wechselnden Heizwärmebedarf reagieren können. Während des Lüftens werden sie herunter gedreht, danach heizen sie die Raumluft schnell wieder auf. Das Gleiche gilt für ein schnelles Aufheizen des Badezimmers zu morgendlichen Stoßzeiten. Bei Renovierungen können sie zudem flexibel eingeplant werden, wenn man einen Elektroheizkörper mit einem Heizstab wählt. Diese sind unabhängig von Anschlüssen an das vorhandene Heizsystem und benötigen nur eine Steckdose als Kraftspender. Interessant ist diese Alternative auch dann, wenn man eine Zusatzheizung wünscht, die in der Übergangszeit arbeitet, in der eine Zentralheizung noch abgeschaltet ist.

Die marktgängigen Möglichkeiten zur Beheizung von Badezimmern lassen alles in allem also kaum Wünsche übrig und geben bei korrekter Anwendung keinen Anlass, ein kaltes Badezimmer fürchten zu müssen.

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3 Kommentare

  1. brigitte sagt:

    Danke für die Tipps, ein kuschliges Badezimmer finde ich ungemein wichtig an trüben Morgen… UNd das geht nicht nur mir als verfrorener Frau so, mein Mann wills auch gerne wohlig warm im Bad. 😉

  2. Bernd Beneke sagt:

    Brigitte hat schon recht, ein warmes Badezimmer ist wichtig , und der Beitrag ist echt gut , der uns auf eine einfache Weise zeigt wie wir ein warmes Badezimmer haben können…

  3. Björn sagt:

    Sehr gute Tipps! Die „richtige“ Wärme ist in jedem Badezimmer garantiert ein wichtiger Faktor.

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