Datenbank für nachhaltige Baustoffe

Logo natureplus.orgNachhaltigkeit ist ein sehr schwammiger Begriff, das stand hier früher schon oft geschrieben. Es gibt viele Definition, viele Intentionen und bestimmt genauso viele Irritationen dazu. Baustoffe und Bauprodukte in diesem Sinne zu klassifizieren oder gar zu zertifizieren, klingt nach einer sehr unübersichtlichen Aufgabe. Dennoch hat sich natureplus e.V. als internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen dieser Aufgabe angenommen und kann dem interessierten Nutzer sogar eine Datenbank mit umweltverträglichen, funktionell einwandfreien und gesundheitlich unbedenklichen Produkten anbieten.

Planer und Verarbeiter können mit dieser Datenbank also Gesundheitsverträglichkeit, Funktion und Umweltverträglichkeit der von ihnen eingesetzten Bauprodukte bewerten und dokumentieren. Die Kriterien für die Zertifizierung werden von unabhängigen Prüfinstituten sowie Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt. Aus­schreibungshilfen basieren auf diesen Kriterien. Inzwischen sind über 600 Produkte in den folgenden Kategorien zertifiziert:

Zu den dokumentierten Produktinformationen gehören Beschreibungen der Bestandteile sowie technische, ökologische und gesundheitliche Eigenschaften. Ökologische Angaben enthalten u.a. die nicht erneuerbare Primärenergie, das globalen Erwärmungspotenzial oder das Versauerungspotenzial von Boden und Wasser. Gesundheitlich werden neben dem Arbeitsschutz insbesondere Emissionsgrenzwerte beispielsweise für KMR-Stoffe (kanzerogen, mutagen, reproduktionstoxisch), flüchtige organische Verbindungen (TVOC und SVOC), Biozide, Formaldehyd und radioaktive Strahlung bewertet. Ebenso wird auf technische Merkblätter und CE-Konformität verwiesen.

Wichtig im Rahmen der Ausschreibung von nachhaltigen Bauprodukten bei internationalen Projekten ist die Verwendung von Qualitätssiegeln, die im jeweiligen Anwendungsland auch akzeptiert werden. Dieser Tatsache wird durch Angaben der natureplus Datenbank Rechnung getragen, indem auf vorhandene deutsche Qualitätssiegel wie dem Blauen Engel und auf europäische Zeichen wie das Österreichische Umweltzeichen, die Schweizer Umwelt-Etikette oder das finnische Emissionslabel M1 hingewiesen wird und die Informationen technisch belegt sind. Weitere Siegel sollen in Zukunft hinzugefügt werden.

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