Vordächer

GlasvordachWer von uns hat sich nicht schon ein Vordach über der Haustüre herbeigesehnt, als er im strömenden Herbstregen mit klammen Fingern erst nach dem Haustürschlüssel und danach nach dem Schlüsselloch gesucht hat? Aus funktionellen Gesichtspunkten sollte also nicht viel gegen den Einsatz eines Vordachs sprechen – und eigentlich genauso wenig aus ästhetischen Gründen. Glas, Metall, Holz, Schiefer, viele Materialien und viele Formen sind möglich. Wenn es gut gemacht ist, wertet ein Vordach die Architektur eines sonst eher langweilig dreinschauenden Hauses sogar auf. Man kann jedoch auch ziemlich viel falsch machen.

So schön ein Vordach auch aussehen kann, viel hängt von der Struktur und Beschaffenheit der tragenden Wand ab. Befestigungssysteme für solche ‚Anbauten‘ sind unbedingt abhängig von der Tragfähigkeit der Außenwand auszuwählen. Die maximal aufzunehmende Last in der Außenwand ist dabei von der Größe und von etwaigen Unterstützungen des Vordaches abhängig. Prinzipiell gilt: je größer die Dachfläche, desto höher die Belastung auf die Außenwand. Aber oft passt eben ein kleines Vordach nicht zur vorhandenen Architektur.

Wer einen ausreichend tragfähigen Untergrund hat, hat auch bei größeren Dachflächen nahezu freie Hand für die Wahl seiner Vordachkonstruktion. Man kann dann aus einer Vielzahl von Vordachmodellen wählen. Während Vordächer mit Bekleidungen aus Schiefer oder ähnlichem eher individuell vom Verarbeiter geplant werden, kann man sich zum Gebäude passende Glasvordächer schon fast ‚von der Stange‘ im Internet oder im Fachhandel aussuchen.

Bestellt man sein Vordach nicht beim Fachbetrieb, muss man selber die Montagefläche des Vordachs sorgfältig vermessen und die Tragfähigkeit der Außenwand prüfen. Es sollte auch untersucht werden, ob für die Errichtung eines solchen Daches an einem bestimmten Gebäude eine Genehmigung von der Gemeinde eingeholt werden muss. Hier gibt es Vorschriften und Gerichtsurteile, an die man sich im Rahmen einer Baugenehmigung halten muss.

Daher empfiehlt es sich, einen Fachbetrieb mit der Planung und Montage eines solchen Vordachs zu beauftragen. So lassen sich nicht nur die Einwirkungen auf die Außenwand sondern auch deren Tragfähigkeit zuverlässig bestimmen. Wenn es dann beispielsweise um die sichere Befestigung des Vordachs in einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) durch die Dämmschicht hindurch oder die Verankerung in Hochlochziegeln geht, wird der Profi eine zuverlässige Lösung finden. Für letzteren Fall werden in der Regel Injektionssysteme mit Gewindestangen eingesetzt, bei denen Siebhülsen in das Bohrloch eingebracht werden, in denen die Gewindestangen anschließend in Injektionsmörtel zu verankern sind.

Dies ist im Prinzip auch schon der kritische Teil der Montage. Nach der korrekten Positionierung des Bohrloches und des korrekten Setzens der korrekten Anker können die einzelnen Teile einer Vordachkonstruktion mit Hilfe einer Montageanleitung auch von Heimwerken recht einfach und sicher miteinander verbunden werden. Wer sich dieses handwerkliche Geschick nicht zutraut, sollte auf einen Handwerker zurückgreifen. So ist die Arbeit schneller überstanden und das Vordach hält am Ende wie es geplant wurde.

Der Käufer eines Vordachs kann sich auch sicher sein, dass die ihm angebotenen Materialien und Konstruktionen für den Einsatzfall erprobt und geeignet sind. Vordächer sind für den Außenbereich sowie diverse Witterungseinflüsse konzipiert und müssen daher kaum gewartet werden. Nur Glasflächen müssen bei herkömmlichen Verglasungen ohne Lotuseffekt regelmäßig gereinigt werden, um Verschmutzungen zu entfernen.

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