Tag Archiv für Planung

Das Haus im Garten

GartenhausGartenhäuser haben hier und da den zweifelhaften Nimbus eines Bretterverschlags oder einer Hütte aus Stahlblech. Oft werden auf ein paar Quadratmetern Rasenmäher und Brennholz oder bei ausreichend Platz auch Gartenmöbel aufbewahrt. Die Bauteile für Gartenhäuser in den verschiedensten Formen und Farben kann man als Bausatz in jeden Baumarkt erstehen und ihre Montage sollte für Heimwerker mit ein wenig handwerklichem Geschick kein großes Problem sein. Doch die sinnvolle Nutzung von Gartenhäusern in all ihrer Vielfalt wird schnell unterschätzt, weil der interessierte Kunde sich nur selten im Klaren darüber ist, was mit einem Gartenhaus alles möglich ist.
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Sparen durch Information

Energiezähler kWhEs herrscht die landläufige Meinung, dass man den Energieverbrauch von Gebäuden am sinnvollsten durch Wärmedämmung, dichte Gebäude und Haustechnik effektiv senken kann. Stimmt das wirklich? Wie die Erfahrung zeigt, helfen konstruktive Maßnahmen in der Tat. Doch gibt es eventuell auch andere, einfachere und kostengünstigere Möglichkeiten, derer man sich bedienen kann? Die gibt es, wenn man den Ergebnissen einer Untersuchung der Deutschen Energieagentur dena, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Energiedienstleister ista durchgeführt wurde, glauben darf.
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Weiße Wanne

Schon wieder Badezimmer? Nein, diesmal nicht – auch wenn die Überschrift in diese Richtung deutet. Der Begriff „Weiße Wanne“ wird im Betonbau verwendet und beschreibt die Ausführung erdberührter Bauteile wie Bodenplatte oder Kellerwand aus wasserundurchlässigem Beton, sogenanntem WU-Beton. Diese Art der Konstruktion erfordert eine präzise Planung und eine noch genauere Ausführung, damit nicht nur der Beton sondern auch Fugen zwischen Bauteilen wasserdicht sind. Aber warum der Aufwand, ist Beton nicht immer wasserdicht?
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Kleine Badezimmer ganz groß

7,3 Quadratmeter misst das deutsche Bad im Durchschnitt. Fensterlose Räume, die eher einer Nasszelle eines günstigen Hotels als einem Badezimmer mit Wohlfühlfaktor gleichen, müssen aber nicht sein. Bei kleinen Bädern kommt es zwar oft auf jeden Zentimeter an, doch mit einer durchdachten Raumplanung und Gestaltung ein komfortabel wirkender Raum geschaffen werden. Mit ein paar kleinen Tricks kommt man der eigenen kleinen Wellnessoase näher als man denkt.
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Der Einfluss des Nutzers

Einstellen eines HeizungsthermostatsWas passiert, wenn man den Energieverbrauch von 10 baugleichen Gebäuden mit identischer Nutzung misst? Richtig, man erhält mindestens 11 Ergebnisse. Warum? Weil die theoretischen Annahmen zur Berechnung des Energiebedarfs nach den geltenden Bestimmungen eine unüberwindbare Hürde haben: den Nutzer. Dessen Einfluss kann nicht schematisiert werden. Lüftungsverhalten, als angenehm empfundene Raumtemperaturen, die Dauer eines Duschbades – all dies muss pauschal in Energieberechnungen einfließen, hat aber einen entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisse.
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Design im barrierefreien Badezimmer

Altersgerechtes behindertengerechtes BadezimmerBadezimmer werden laut Statistik alle 20 bis 25 Jahre saniert oder auch vollständig erneuert. Dabei lohnt es sich vorausschauend zu planen. Denn besonders beim Bau des Eigenheims oder dem Umbau wird eine barrierefreie Gestaltung des Badezimmers gerne vergessen. Oft will man nur sanieren bzw. modernisieren. Doch behindertengerechtes oder altersgerechtes Wohnen wird mit der Zeit für fast alle von uns relevant. Dabei müssen sich aber Barrierefreiheit und ein stilvolles Design keineswegs ausschließen.
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Trias Energetica

Trias EnergeticaIch bin neulich über ein Konzept mit dem Namen ‚Trias Energetica‚ gestolpert, das ursprünglich an der niederländischen Universität in Delft entwickelt wurde und eine vernünftige Vorgehensweise beim Sparen von Energie in Gebäuden beschreibt. Das will ich natürlich niemandem vorenthalten. Die 3 Grundpfeiler dieses Konzeptes sollen in ihrer Konstellation zu Energieeinsparungen führen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Das Prinzip dieses Konzeptes ist dabei genauso logisch wie einleuchtend.
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Bauen unter Zelten

Einhausung eines Gebäudes bei AufstockungBauen im Winter ist eine nicht ganz so einfache Geschichte. Beton benötigt – ohne den Zusatz diverser Chemikalien – Plusgrade um abzubinden, organische Baustoffe sowie frische Farben sollten nicht allzu nass werden und Dächer sollte man sowieso nur eindecken, wenn das Wetter aller Wahrscheinlichkeit nach mitspielt. Nicht zu reden von den wenig beneidenswerten Handwerkern, die bei Wind und Wetter ihren Job gut machen sollen. Trotz klammer Finger und rutschiger Gerüste. Da stellt der Schutz von Baustellen und Gebäuden durch Zelte und Einhausungen sicherlich eine sehr sinnvolle Alternative dar.
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Das Haus von der Stange

Wer einen Architekten mit dem Entwurf und der Planung seines neuen Hauses beauftragt, kann sich nahezu sicher, dass das Ergebnis seinen individuell Wünschen entspricht. Doch diese Lösung ist nicht unbedingt die günstigste, da hat schon die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) ein paar Paragrafen entgegenzusetzen. Aber das soll heute nicht das Thema sein. Es geht vielmehr um die Möglichkeit, für einen gewissen Grad an Individualität für die Planung seines eigenen Hauses ein wenig weniger Geld bezahlen zu müssen. Dass es dabei um ein ‚Haus von der Stange‘ gehen muss, wie der Titel aussagt, ist nicht einmal notwendig. Denn diese Stange ist durchaus flexibel und lässt sich den Wünschen der Bauherren anpassen. In Fachkreisen wird sie auch Fertighaus genannt.
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Wenn Nachhaltigkeit brennt

Laboratory for Sustainable Chemistry an der University of Nottingham nach dem FeuerWie es vielleicht schon ein paar Mal hier angeklungen ist, habe ich so meine Probleme mit falsch verstandener Nachhaltigkeit im Bauwesen. Ressourcen sollten geschont, wenig Energie eingesetzt, der soziale Wandel berücksichtigt und Wiederverwertbarkeit gesichert werden. Das alles steht so weit außer Frage, genauso wenig wie Sicherheit des Gebäudes. Doch genau dieser Zusammenhang wurde letzten Freitag bei einem Feuer an der University of Nottingham gründlich ad absurdum geführt. Hier brannte das im Bau befindliche Laboratory for Sustainable Chemistry – geplant als CO2-neutrales Gebäude – bis auf die Grundmauer nieder. Wie nachhaltig ist das denn bitte schön?
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