Archiv für Mai 2010

Aerogel als Retter in der Not

Dämmstoffe sind ein unabdingbarer Teil der Energiekonzepte zeitgemäßer Gebäude. Ohne Dämmstoffe könnte man die aktuell vom Gesetzgeber geforderten Energiebedarfsgrenzen entweder gar nicht oder nur mit größten baulichen und finanziellen Klimmzügen erreichen. Doch die Bedarfsgrenzen und damit auch der Energieverbrauch werden in den kommenden Jahren noch weiter reduziert. Es wird da nicht mehr lange dauern, bis traditionelle Dämmstoffe an ihre Grenzen stoßen. Mineralwolle, Styropor, Polyurethan, Zellulose & Co. werden aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr mithalten können: Wärmeleitfähigkeiten sind nicht mehr konkurrenzfähig, Brandklassen oder Zusatzstoffe schränken die Anwendung ein, konstruktionstechnische Mankos verbieten den Einsatz am Bau… doch dann kamen die Aerogele.
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Aktuelle Förderprogramme "Energieeffizienz & Erneuerbare Energien"

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bietet auf seiner Homepage eine hervorragende Übersicht über aktuelle Förderprogramme von EU, Bund und Ländern an. Nur ist diese Liste sehr, sehr umfangreich. Sie listet aber alle (legalen) Möglichkeiten auf, mit denen man momentan an öffentliche Gelder kommen kann, hierunter auch für den Bereich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Es ist dabei erfreulich zu sehen, dass hier insbesondere die Altbausanierung eine größer werdende Rolle bei den öffentlichen Geldgebern zu spielen scheint. Die für Privatpersonen relevanten Förderprogramme von Bund und Ländern habe ich im folgenden einmal übersichtlich zusammengefasst. Weitere Informationen sind beim BMWi unter den angegebenen Links einzuholen.
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EnEV-Frage: Umnutzung von Gebäuden

Häufig wird von Bauämtern bei einer Umnutzung eines Gebäudes standardmäßig ein Energieeinsparnachweis gemäß EnEV 2009 gefordert. Wie die EnEV 2009 bei einer Umnutzung anzuwenden ist, wird in den Auslegungsfragen des DIBt in Staffel 11 erläutert:

An eine reine Nutzungsänderung, also eine Umnutzung eines Gebäudes ohne Erweiterung oder Ausbau zusätzlicher beheizter oder gekühlter Räume und ohne Veränderung von Außenbauteilen, stellt die EnEV keine (neuen) Anforderungen.

Ein Hinweis hierauf an das zuständige Bauamt dürfte also genügen.

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Warum ist das Passivhaus so gefragt?

Logo des Passivhaus Institutes (PHI)Unter allen Formen des energieeffizienten Bauens hat das Konzept des Passivhauses zur Zeit wohl den größten Bekanntheitsgrad und die meisten Fürsprecher. Aber warum? Ist es besser als andere Niedrigenergiebauweisen? Ist ein Passivhaus billiger in der Errichtung? Ist ein Passivhaus billiger im Unterhalt? Ist es bequemer in einem Passivhaus zu wohnen? Oder ist es gesünder in einem Passivhaus zu wohnen? Abgesehen von der Frage nach dem geringeren Baupreis kann man die Fragen im Vergleich zu Baustandards, deren Einhaltung vom Gesetzgeber gefordert wird, in vielen Fällen bejahen. Doch wie sieht es im Vergleich zu fortgeschritteneren Baustandards aus?
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Neufassung der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) verabschiedet

Am 18.05.2010 wurde durch das Europäische Parlament und den Europäischen Rat die Neufassung der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) verabschiedet. Die Veröffentlichung ist für den Juni geplant. Wichtige Inhalte:

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Magic mushrooms, oder: Mit Gasheizpilzen durch das Jahr

Gasheizstrahler in einem AußencaféJa, Heizstrahler sind schon was tolles. Rund um das Jahr sorgen sie bei kühlen Temperaturen für angenehme Wärme auf Terrassen, in Biergärten und vor Nichtraucherkneipen aller Art. Ein schönes Photo dazu habe ich mal in Malmö auf dem Lille Torv geschossen. Insgesamt habe ich dort eine installierte Leistung von etwa 3 MW zusammengerechnet. Das reicht auch für die Beheizung eines kleinen Dorfes.
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Fordern statt fördern

Nicht nur die Förderung von Solarstrom wird beschnitten, auch das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien der BAFA ist gestoppt worden. Faktisch hat das die Einstellung der Förderung für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen zur Folge. Auch Programme des BMU im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative sind auf Eis gelegt. Wie der zugehörigen Pressemeldung des BMU zu entnehmen ist, müssen das Förderprogramm für kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK) und das Programm zur Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen sogar rückwirkend gestoppt werden, da schon mit den bereits bewilligten Anträgen das Budget, das für 2010 zur Verfügung steht, voll ausgeschöpft wird. Bereits gestellte aber noch nicht genehmigte Anträge sind also für den Rundordner.
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Kürzung der Solarvergütung

Ein energiegeladenes Thema. Die Solarvergütung, deren Kürzung nun wohl endgültig beschlossene Sache ist. Wenn es nach dem Bundestag geht, werden die Vergütungen für Solarstrom im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ab dem 1. Juli 2010 spürbar gesenkt. Es geht dabei um 16 % geringere Vergütung für Solaranlagen auf Dächern und um eine Reduzierung von mehr als 11 % bei Freiflächenanlagen.
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Expertenwissen

Dieser Blog wird sich – wie viele andere Blogs zuvor auch schon – einem bestimmten Themenbereich widmen. In diesem Fall sind dies übergeordnet gesagt die Baupraxis und deren Auswirkungen, oder:

„Wie baue ich energieeffizient,
aber setze dabei nicht die Bausubstanz auf’s Spiel“



Das ist ein sehr breit gefächerter Themenbereich, zugegeben. Er berührt Bereiche von Energieeffizienz im Bauwesen über Bauphysik bis hin zu Baukonstruktionen. Darum werden wir uns auch nicht schon am Anfang hinstellen und behaupten, dass wir aller Weisheiten letzten Schluss mit Löffeln gefressen hätten. Nein, bei weitem nicht.

Auf diesen in den letzten Jahren technisch immer komplexer gewordenen Gebiet ist man mehr denn je auf das Wissen und die Erfahrung Anderer angewiesen. Und in diesem Blog sollen alle von den eingehenden Beiträgen und Kommentaren profitieren können. Daher möchten wir alle, die an den Themenbereichen Energieeffizienz, Bauphysik und Baukonstruktionen Interesse haben, dazu einladen, diesen Blog als Forum zu nutzen, um ihr Expertenwissen sowohl mit Laien als auch mit anderen Experten zu teilen und zu diskutieren. Feedback und Anregungen zu Themen in diesem Blog sind hier immer willkommen.

Denn Expertenwissen ist dazu da, weitergegeben zu werden! Oder wie drückte schon Kurt Tucholsky das so treffend aus:

„Erfahrung ist nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre lang falsch machen.“

Also, gehen wir’s an und machen es besser!