Archiv für Juni 2012

Gefahren durch EPS und Phenolharzschaum an Gebäuden

Brand Feuer an einer Fassade mit WDVS aus EPS in BerlinJetzt hat sich auch das Wochenmagazin Spiegel einmal dieses interessanten Themas angenommen, das die Bau-Praxis und andere Medien bereits mehrfach im Auge hatten. In der Spiegel-Ausgabe vom 25. Juni (Ausgabe 26/2012) steht ein interessanter Bericht von den unbekannten bzw. unbeachteten Gefahren, die durch geschäumte Wärmedämmstoffe an und in unseren Gebäuden ausgehen. Basierend auf Erfahrungen von Fachleuten wie Bausachverständigen oder Feuerwehrleuten sowie Ergebnissen technischer Untersuchungen, die nicht von Produzenten oder Lobbys in Auftrag gegeben wurden, wird hier ein nicht ganz so positives Bild von Dämmstoffen aus Expandiertem Polystyrol (EPS, Styropor) sowie Phenolharzschaum gezeichnet.
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Die dünnste Heizung der Welt

Katze liegt auf HeizkörperNano hier, Nano da, Nanotechnologie überall. Auch im Bauwesen. Man verwendet Nanotechnologie an Gebäuden bereits in größerem Stil in bzw. auf Baustoffen, deren Oberflächen schmutzabweisend sein sollen (Lotuseffekt) oder die Schadstoffe und Gerüche der Umwelt unschädlich machen (Titanoxid). Nun verwenden ein paar findige Tüftler der Firma Albnano aus dem Süden Deutschlands Nanopartikel auch, um eine Tapete zu einer Heizung zu machen. Damit haben sie wohl die dünnste Heizung der Welt entwickelt und patentiert.
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Die nicht brennbare Tapete

Rote Farbe wird mit Rolle auf weiße Tapete aufgetragenTapeten bestehen aus Papier, manchmal sind sie rau, manchmal sind sie bunt. Punktum. So die landläufige Meinung zu dem Produkt, dass die Arbeit des Malers letzten Endes zu einem perfekten Finish verhelfen soll. Doch wer hat sich schon einmal Gedanken über die Brandeigenschaften solcher Papierbahnen an der Wand seines Eigenheimes gemacht? Keiner, darauf möchte ich wetten. Und das ist in der Regel auch gar nicht notwendig. Es gibt aber Anwendungen wie zum Beispiel in Fluchtwegen, wo auch Wandoberflächen inklusive Tapeten gefragt sind, die aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Und auch dafür gibt es jetzt eine Tapete, die den Brandschutzanforderungen an die Baustoffklasse A2 genügt.
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Photovoltaik im Altbau

Die Diskussionen um Einspeisevergütung gehen hin und her. Die Solarstromförderung hat in Deutschland zu einem Boom bei der Installation von Solarstromanlagen (Photovoltaik) geführt, der die Technologie nicht nur für Neubauten interessant macht. Auch Altbauten rüstet man mit Solarzellen auf. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob die Sonnenenergie zur Unterstützung anderer energetischer Sanierungsmaßnahmen einsetzt wird oder man sich mit dem Solarstrom nur ein wenig unabhängiger von künftigen Energiepreissteigerungen machen will. Beides ist möglich und beides ist gefragt.
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Schwimmende Wohnbauten

Für andere ist es einfach nur ein Hausboot. Aber wenn man ein Fachbuch schreibt, dann geht es so profan nicht mehr. Dann muss es ein Schwimmender Wohnbau sein. Eigentlich ist es ja ein interessantes Thema, zu dem der Beuth-Verlag nun auch seinen Beitrag geleistet hat, denn die Anforderungen an die bekannten und nicht schwimmenden Wohnbauten unterscheiden sich von den schwimmenden Artgenossen teilweise gehörig. Aber mehr zu den technischen Details später. Vorher würde ich gerne noch ein Wort zu der ausgefallenen Begründung verlieren, mit der dieses Fachbauch über Hausboote, Verzeihung, Schwimmende Wohnbauten auf der Seite branchendienst.de letzte Woche angepriesen wurde.
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Fußballstadien – Kathedralen unserer Zeit

Fussballstadion Barcelona Camp Nou Mes que un clubDie Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ist in vollem Gange, die erste Hälfte der Vorrunde ist schon gespielt. Da wird es höchste Zeit, dass die Bau-Praxis einen Blick über den grünen Rasen hinaus wagt und sich die Fußballstadien der heutigen Zeit genauer ansieht. Denn ein Fußballstadion ist die Kathedrale von heute, sowohl architektonisch als auch gesellschaftlich für die Pilger in Sachen Fußball. Baute die Kirche früher für Unsummen prächtige Gotteshäuser, geben Fußballvereine und Städte heute nicht viel weniger für moderne Fußballtempel aus. Doch was macht ein richtig gutes Stadion aus? Wie haben Stadien sich entwickelt? Und was können wir in Zukunft erwarten?
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Schimmelpilz-Richtlinie vom BVS

Das Thema Schimmel und seine Folgen im Bauwesen haben wir ja in der Bau-Praxis schon gelegentlich behandelt. Auch darüber, wie man dem Schimmel begegnen kann, haben wir berichtet. Jetzt hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundesverbandes öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. (BVS) – über diesen Verband haben wir ja auch schon weniger gute Dinge schreiben müssen – eine Richtlinie erarbeitet, die den sachgerechten Umgang mit Schimmelpilzen in Gebäuden behandelt. Nachdem die Richtlinie inklusive der jetzigen Überarbeitung 12 Jahre unterwegs war, macht es wohl auch keinen Unterschied, dass die Bau-Praxis erst jetzt darüber schreibt.
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Wirtschaftlichkeit von Heizungssystemen

Thermostat eines Heizkörpers auf Euro-GeldscheinenEine Heizung braucht fast jedes Haus. Wenn man sich vor dem Neubau eines Hauses oder im Rahmen einer Sanierung für ein Heizsystem entscheiden muss, kann dies aufgrund verschiedener Faktoren geschehen, wie zum Beispiel der Nachhaltigkeit der Energiequelle, der Technik, der Versorgungsmöglichkeit, vorhandenen Heizkomponenten und nicht zuletzt auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Betrachtet man die Kosten eines Heizsystemes, sollte man allerdings nicht nur auf die Anschaffung achten, sondern wie beim Kauf eines Autos auch auf die Folgekosten durch Verbrauch, Wartung oder Ersatzteile.
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Nachträgliche Kerndämmung zweischaliger Wände

Außenwände können auf viele Arten aufgebaut werden. Einschalig, zweischalig, hinterlüftet, verputzt, mit Ständern, massiv, innen gedämmt, außen gedämmt – oder mit einer Kerndämmung, die sich zwischen einer tragenden Mauerwerksschicht und einem Sichtmauerwerk befindet. Diese Art des Wandaufbaus ist besonders in Norddeutschland beliebt, da es in früheren Zeiten den besten Schutz der Konstruktion vor der Witterung bot. Heute kann man diesen Schutz auch mit anderen Konstruktionsarten erreichen, doch gibt es immer noch unzählige Gebäude, deren Außenwände aus einem zweischaligen Mauerwerk bestehen. Zudem sind viele dieser Wände nicht ausreichend gegen Wärmeverluste gedämmt. Doch wie bekommt man nachträglich Wärmedämmung zwischen zwei massive Mauerwerksschichten?
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